Der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld sieht an Spielzeugbuchstaben vorbei, die die von ihm als beliebteste Namen des Jahres 2016 ermittelten Namen Mia und Ben bilden. Foto: Markus Scholz
Der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld sieht an Spielzeugbuchstaben vorbei, die die von ihm als beliebteste Namen des Jahres 2016 ermittelten Namen Mia und Ben bilden. Foto: Markus Scholz

Der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld sieht an Spielzeugbuchstaben vorbei, die die von ihm als beliebteste Namen des Jahres 2016 ermittelten Namen Mia und Ben bilden. Foto: Markus Scholz

dpa

Der Hobby-Namensforscher Knud Bielefeld sieht an Spielzeugbuchstaben vorbei, die die von ihm als beliebteste Namen des Jahres 2016 ermittelten Namen Mia und Ben bilden. Foto: Markus Scholz

Hamburg/Ahrensburg (dpa/lno) - Mia und Ben bleiben die beliebtesten
Vornamen in Deutschland - Capucine und Royal sind davon noch weit
entfernt. Zu diesem Ergebnis kommt der Hobby-Namensforscher Knud
Bielefeld aus Ahrensburg bei Hamburg, der alljährlich ein Ranking aus
Geburtsanzeigen von Kliniken und den Angaben von zehn Standesämtern
erstellt. «Mia und Ben liegen auch in diesem Jahr unangefochten
vorn», sagte Bielefeld am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Bis
auf eine Ausnahme im Jahr 2014, als Emma bei den Mädchen
dazwischenfunkte, gehen Mia und Ben seit 2011 Hand in Hand. Am
ungewöhnlichsten fand er diesmal bei den Mädchen Capucine,
Cinderella, Florabelle und bei den Jungen Godwin, Royal und Ubbo.

Seit 2006 veröffentlicht der 49-jährige Schleswig-Holsteiner, der als
Wirtschaftsinformatiker bei einer Bank arbeitet, seine Hitlisten kurz
vor Jahresende. Für 2016 stützte er sich neben den Angaben von zehn
Standesämtern auf die Geburtsanzeigen von 548 Kliniken in ganz
Deutschland. Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in
Wiesbaden, die stets im Frühjahr die Eintragungen der Standesämter
auswertet, gab diesmal auch schon eine Prognose ab, für die sie
Stichproben auswertete. Danach gehören Sophie und Marie sowie
Maximilian und Alexander wie schon in den Vorjahren zu den Namen, die
Eltern für ihre Neugeborenen besonders häufig gewählt haben.

Hobby-Forscher Bielefeld erfasst nach eigenen Angaben die Vornamen
von etwa 26 Prozent aller in Deutschland geborenen Babys. Wie seit
2013 auch die GfdS unterscheidet er zwischen Erst- und Zweitnamen.
Vornamen wie Sophie, Marie, Maximilian und Alexander seien auch
beliebte Folgenamen, sagte er. Bei den Erstnamen-Listen der
Gesellschaft führte 2015 ebenfalls Mia, Ben landete auf dem dritten
Rang. Laut GfdS-Prognose gibt es auch neue Anwärter auf die Top Ten:
In diesem Jahr könnten es der Mädchenname Mila und der Jungenname
Elias auf die Spitzenplätze schaffen, hieß es. Ob sich die Prognose
bestätigt, steht im Frühjahr 2017 fest.

In den Top Ten von Bielefeld, der diese beiden Vornamen Ende 2015 als
Aufsteiger ausmachte, rangieren Mila auf dem siebten und Elias auf
dem vierten Platz. Sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen
lieferten sich die Zweit- und Drittplatzierten in diesem Jahr ein
Kopf-an-Kopf-Rennen: Emma triumphierte dabei knapp über Sophia, Paul
über Jonas. «Sophia hat ohnehin ordentlich gewonnen, Mila war letztes
Jahr stärkste Aufsteigerin und ist diesmal die zweitstärkste»,
berichtete er. Ebenso im Kommen: Alessia, Ella, Emilia, Matilda,
Yuna, Charlotte und Tilda.

Im Aufwärtstrend bei den Jungen sieht der Namensforscher Milan - «wie
im Vorjahr der stärkste Aufsteiger» -, Oskar, Theo, Liam, Joris,
Anton, Alessio, Leonard und Carl. Dagegen hätten Luis, Maximilian und
Luca ein bisschen das Nachsehen, behaupteten sich aber immer noch
unter den ersten Zwölf. «Bei den Mädchen haben Emma, Emily und Mia
ebenfalls zwar ein bisschen an Beliebtheit eingebüßt», berichtete
Bielefeld. Dennoch schafften es die drei Damen auf die Plätze 2 und
16 - und Mia schließlich erneut auf den Thron.

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