Fürth (dpa/tmn) - Haben Kinder das Gefühl, von ihren Eltern nicht genug geliebt zu werden, ist ein Gespräch unerlässlich. Dabei sollte geklärt werden, wie Sohn oder Tochter zu dieser Einschätzung kommen, rät Karin Jacob von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.

Stecken dahinter neue Beziehungskonflikte oder hat das Ganze eine Vorgeschichte? Für Eltern verbindet sich damit die schwierige Frage: Liebe ich mein Kind nicht von ganzem Herzen? Damit verbunden ist der moralische Anspruch, sein Kind lieben zu müssen, obwohl Eltern es manchmal aufgrund eigener Erfahrungen nicht können.

Ganz allgemein sollten Eltern versuchen, ihren Kindern zu vermitteln, dass sie als Person von ihnen bedingungslos geliebt werden, so Jacob. Das schließe aber nicht aus, dass Eltern Verhaltensweisen ihres Kindes kritisieren und auch ablehnen dürfen können. Wichtig sei die Botschaft: «Dich mein Kind liebe ich zu jeder Zeit, aber manche deiner Verhaltensweisen lehne ich ab.»

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