Leichtester Schulranzen ist nicht automatisch der beste
Kinder schauen auf die Motive, Eltern aufs Gewicht. Dabei ist das nicht der wichtigste Aspekt eines rückenfreundlichen Schulranzens. Foto: Silvia Marks

Kinder schauen auf die Motive, Eltern aufs Gewicht. Dabei ist das nicht der wichtigste Aspekt eines rückenfreundlichen Schulranzens. Foto: Silvia Marks

dpa

Kinder schauen auf die Motive, Eltern aufs Gewicht. Dabei ist das nicht der wichtigste Aspekt eines rückenfreundlichen Schulranzens. Foto: Silvia Marks

Selsingen (dpa/tmn) - Gerade für Erstklässer ist der erste Schulranzen etwas ganz besonderes und soll vor allem eins: toll aussehen. Eltern achten eher auf Sicherheit und Rückenfreundlichkeit. Dabei gilt: Leicht ist nicht unbedingt gut.

Eltern sollten bei der Suche nach der passenden Schultasche nicht nur auf das Gewicht achten. «Natürlich ist es wichtig, dass der Ranzen nicht zu schwer wird», sagt Detlef Detjen von der Aktion Gesunder Rücken. Doch auch ein leichter Schulranzen könne dem Rücken schaden, wenn er nicht richtig sitzt. Wichtig sei vor allem, dass die Schultasche am Rücken eng anliegt und es keine Luft zwischen Rücken und Tasche gibt.

Früher habe die Faustregel gegolten, dass der Schultornister gefüllt nicht schwerer sein sollte als zehn Prozent des Körpergewichts der Kinder. «Diese Regel ist veraltet», sagt Detjen. Es komme vielmehr auf die Konstitution des Kinds im Einzelfall an. Bei den meisten sei eine Schultasche in Ordnung, die gefüllt nicht schwerer ist als 20 Prozent des Körpergewichts. Bei sehr kräftigem Nachwuchs könne auch ein Ranzen infrage kommen, der gefüllt nicht mehr als ein Drittel des Körpergewichts ausmacht. Das sei jedoch die absolute Obergrenze.

Bei den Trageriemen achten Eltern am besten darauf, dass sie gut gepolstert und idealerweise mindestens vier Zentimeter breit sind, rät Detjen. Außerdem sollte die Schultasche mehrere Fächer haben - die schwersten Gegenstände und Bücher müssen Kinder möglichst dicht am Rücken einsortieren.

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