Leipzig (dpa/tmn) - Viele junge Frauen wandern aus wirtschaftlich schwachen Regionen ab. Das zeigt eine Auswertung des Leibniz-Instituts für Länderkunde (IfL) in Leipzig. Die größten Unterschiede zeigen sich in der Altersgruppe der 25- bis 30-Jährigen.

Frauen sind in großen Städten gegenüber Männern in der Überzahl. Diese sind wiederum in dünn besiedelten, ländlichen Räumen in der Mehrheit. Als wichtigste Ursachen für die Abwanderung junger Frauen sehen die Autoren der Studie ihr höheres Bildungsniveau sowie eine größere Bereitschaft zur Mobilität.

«Männer wandern überwiegend aus beruflichen Gründen und damit in etwas höherem Alter ab, Frauen eher aus familiären Gründen und zum Zweck der Ausbildung», sagt Tim Leibert vom IfL. Für die Erhebung wertete das Institut zum einen Daten des Statistischen Bundesamts, zum anderen Studien zu Abwanderung und deren Motive aus.

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