Weinheim (dpa/tmn) - Jugendliche nutzen das Internet selbstverständlich als Hausaufgabenhilfe. Dass sie damit aber schneller oder besser lernen können als mit Büchern, glauben sie nicht. Zu diesem Ergebnis kam eine israelische Forscherin von der Universität Jerusalem.

Die Wissenschaftlerin befragte 74 Schüler zu ihrem Umgang mit dem Internet. Zwei Drittel (68 Prozent) der Schüler gaben an, dass sie mit Hilfe des Computers nicht besser lernen würden als frühere Schülergenerationen. Als Grund nannten die Schüler, dass im Unterricht noch hauptsächlich mit Büchern und Heften gearbeitet wird. Zumindest in der Schulstunde nützten ihnen Computerkenntnisse nichts.

Nach Meinung der Jugendlichen bedeutet «richtiges» Lernen sich intensiv mit einem Stoff zu befassen und Hindernisse zu überwinden. Bücher enthielten mehr Details, seien genauer und seriöser. Das Internet verführe sie hingegen dazu, bequem zu werden und komplexe Sachverhalte zu ignorieren. «Insgesamt empfanden die Schüler das Internet nicht als große Hilfe, sondern eher als Hindernis für nachhaltiges Lernen», sagte die Forscherin der Zeitschrift «Psychologie heute».

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