Rasante Fahrt bei der Spielwarenmesse: Über die «3d-x trek»-Rennbahn von Silverlit muss ein Auto gesteuert werden. (Foto: David Ebener)
Rasante Fahrt bei der Spielwarenmesse: Über die «3d-x trek»-Rennbahn von Silverlit muss ein Auto gesteuert werden. (Foto: David Ebener)

Rasante Fahrt bei der Spielwarenmesse: Über die «3d-x trek»-Rennbahn von Silverlit muss ein Auto gesteuert werden. (Foto: David Ebener)

Für kleine Wissenschaftler: Kosmos stellt in Nürnberg einen neuen Experimentierkasten vor. (Foto: David Ebener)

Abenteuerlust: Bei Hasbro gibt es neue Transformers-Lego-Figuren zu entdecken. (Foto: David Ebener)

Mit Foooz geht der Fußball in eine neue Runde: Der Spieler kann sich mit seinen Spielfiguren frei bewegen. (Foto: Goliath Toys)

Und die Firma Kettler präsentiert bei der Spielwarenmesse in Nürnberg neue Kettcars für Kinder. (Foto: David Ebener)

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Rasante Fahrt bei der Spielwarenmesse: Über die «3d-x trek»-Rennbahn von Silverlit muss ein Auto gesteuert werden. (Foto: David Ebener)

Nürnberg (dpa) - Von der Babyrassel bis zum coolen Spielzeug für Jugendliche: Auf der Neuheitenschau der Nürnberger Spielwarenmesse präsentieren Hersteller aus aller Welt ihre Innovationen.

Die Spielidee ist alt, die Umsetzung aber neu: Geschickt spießt Matthias Meister in der Luft eine Kugel auf, die durch eine Schnur mit dem Holzstab in seiner Hand verbunden ist. Lässig führt der 26-Jährige kleine Tricks vor und lässt den Stab durch seine Finger wandern. Das Geschicklichkeitsspiel hat der Student aus Chemnitz mit seinem WG-Mitbewohner selbst entwickelt, sämtliche Komponenten lassen die beiden im Erzgebirge herstellen - am Dienstag (31. Januar) präsentierten sie ihre Erfindung auf der Neuheitenschau der Nürnberger Spielwarenmesse (1. bis 6. Februar). Dort stellen ausgewählte Hersteller traditionell einen Tag vor Messebeginn ihre Neuentwicklungen vor.

Meisters Einstieg in die Spielwarenbranche war reiner Zufall: In Madrid hatte sein Mitbewohner Tony Ramenda ein Kugelfangspiel geschenkt bekommen, das auf die Inkas zurückgeht. «Das war unser WG-Spielzeug und ist dann irgendwann zum Partygag in Chemnitz geworden», berichtet Meister, der schon seit langem jongliert. Nach und nach probierten die beiden neue Tricks, schnitzten immer pfiffigere Stäbe und haben inzwischen mehr als 2000 ihrer «Ticayo» verkauft.

Auch der Holländer Harry van Lanen, eigentlich Hersteller von Springseilen, hat lange getüftelt, bevor sein Plan funktionierte. Dabei stand ein Hula Hoop Pate - doch im Gegensatz zum Klassiker rotiert beim «HoolaSpeedToy» nicht der mit den Knien festgeklemmte oder mit den Händen gehaltene Reifen, sondern ein an der Außenseite mit einer Schnur befestigter Ball. Der Clou: Die Schnur wird umso länger, desto weiter die Fliehkraft den Ball nach außen trägt.

Die meisten Neuheiten wurden am Dienstag allerdings nicht von einzelnen Tüftlern, sondern von großen Herstellern präsentiert. Die Mehrheit der gezeigten Produkte waren Fortentwicklungen bereits bestehender Produkte, gänzlich Neues war selten zu sehen.

Eher bei den Jungs dürfte der 3D-X Trek von Silverlit ankommen: Eine quietschgrüne Rennbahn mit ferngesteuerten Autos, die auf viele verschiedene Arten zu Loopings, Kurven und Kreiseln zusammengesteckt werden kann. Auch der «Air Hogs Battle Tracker» von Spin Master dürfte Mädchen eher kalt lassen: Ein «Luftabwehrsystem» am Boden verfolgt einen fernbedienten Hubschrauber im Flug und beschießt ihn automatisch mit Schaumstoffpfeilen. Der Spieler wiederum kann versuchen, mit seinen Hubschrauberwaffen das Radar der Station zu treffen und sie dadurch zu «zerstören».

Speziell auf Mädchen zielt Kosmos mit einem neuen Experimentierkasten, mit dem Kristalle gezüchtet werden können. Auch die bereits im vergangenen Jahr erfolgreichen «Filly»-Pferde gibt es in neuen Varianten, zusammen mit einem rosafarbenen Baumhaus. Für Jungs und Mädels gleichermaßen ist der Skateboard-Ableger «Twin Skate» von Hudora. Statt eines Brettes haben die Fahrer nur noch zwei Paddel unter den Füßen, deren beiden Rollen sich mit Hilfe entsprechender Hüftbewegungen in alle Richtungen steuern lassen.

Das «Twin Skate» ist gedacht für Kinder ab sechs Jahren, dürfte aber auch bei Jugendlichen zünden - die Messe nimmt diese Zielgruppe diesmal unter dem Motto «Toys for Teens» («Spielzeug für Jugendliche») gezielt in den Blick. Darüber freut sich auch Fischertechnik, deren Baukasten «Robo TX ElektroPneumatic» unter anderem zu einem Flipper mit Punktezähler, einem Traktor mit Holzgreifer oder zu einer Kugelbahn mit Hebeautomatik verwandelt werden kann.

Für große wie für kleine Kinder bieten die Hersteller inzwischen vermehrt Spiele an, die Smartphones oder Tablet-PCs einbinden. Dann wird der Touchscreen von Mamas iPad zur Rennstrecke für kleine Autos und Paps iPhone zur Steuerung für die Modelleisenbahn. Auch ferngesteuerte Autos werden inzwischen mit Tablet-PCs gelenkt, und bei Ravensburger gibt die passende App zusätzliche Infos zum Puzzlemotiv preis - etwa wo in Paris der Eiffelturm steht oder wie der gerade gelegte Fisch zu schwimmen beginnt.

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