Studie für private Demenzpfleger
Eine neues Hilfsangebot soll Menschen entlasten, die ihre Angehörigen pflegen. Foto: Tobias Kleinschmidt

Eine neues Hilfsangebot soll Menschen entlasten, die ihre Angehörigen pflegen. Foto: Tobias Kleinschmidt

dpa

Eine neues Hilfsangebot soll Menschen entlasten, die ihre Angehörigen pflegen. Foto: Tobias Kleinschmidt

Jena/Hildesheim (dpa/tmn) - Einen demenzkranken Angehörigen zu pflegen, ist schwer. Jetzt haben zwei Universitäten für eine Untersuchung einen telefonischen Hilfsdienst eingerichtet, der 120 Pflegende psychisch entlasten soll. Gesucht werden 120 Studienteilnehmer.

Demenz belastet nicht nur die Erkrankten, sondern auch die Angehörigen. Denn betreuen sie die Betroffenen selbst, vergessen sie oft ihr eigenes Wohlergehen. Dabei wäre genau das nötig, um die permanente Pflege bewältigen zu können. In einem Gemeinschaftsprojekt bieten die Universität Jena und Hildesheim Angehörigen nun Unterstützung an. Sechs Monate lang sollen 120 Studienteilnehmer von Psychologen telefonisch oder persönlich betreut werden. Für die Studie werden bundesweit Angehörige gesucht, die einen Demenzkranken zu Hause pflegen und bisher keine therapeutische Unterstützung erhalten. Das teilt die Pressestelle der Universität Jena mit.

In den Gesprächen geht es nicht um praktische Anleitungen, sondern darum, den Angehörigen zuzuhören und mit ihnen über Sorgen und Ängste zu sprechen. Die Wissenschaftler wollen vergleichen, wie wirksam eine Unterstützung per Telefon im Vergleich zur persönlichen Betreuung ist. Die persönliche Beratung findet in Jena, München und Berlin statt, die telefonische bundesweit. Die Studie wird vom Bundesgesundheitsministerium gefördert.

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