Geschiedenentestament
Auf Nummer sicher gehen: Mit einem sogenannten Geschiedenentestament geht der Expartner leer aus. Foto: Patrick Pleul

Auf Nummer sicher gehen: Mit einem sogenannten Geschiedenentestament geht der Expartner leer aus. Foto: Patrick Pleul

dpa

Auf Nummer sicher gehen: Mit einem sogenannten Geschiedenentestament geht der Expartner leer aus. Foto: Patrick Pleul

München (dpa/tmn) - Mit der Scheidung endet das gesetzliche Erbrecht. Das heißt: Der frühere Ehegatte hat keinen Anspruch mehr auf den Pflichtteil, erklärt das Deutsche Forum für Erbrecht in München. Wer sichergehen will, kann ein Ehegattentestament notariell widerrufen.

Mit der Scheidung endet das Erbrecht - auch testamentarische Verfügungen zugunsten des Partners und gemeinschaftliche Testamente werden mit der Trennung meist unwirksam. Wer dennoch sicher gehen will, dass der Expartner nichts erbt, sollte ein etwaiges Ehegattentestament notariell widerrufen und ein neues, handschriftliches Einzeltestament errichten.

Wer darin gemeinsame Kinder zu Erben einsetzt, sollte bedenken, dass der Exmann oder die Exfrau über einen Umweg doch noch am Erbe teilhaben könnte. Der Grund: Hat eines der Kinder keine eigenen Nachkommen, ist der andere Elternteil gesetzlicher Erbe. Stirbt das Kind vor den geschiedenen Eltern besteht für beide zumindest ein Pflichtteilsrecht.

Wer das vermeiden will, sollte ein sogenanntes Geschiedenentestament errichten. Dabei werden die gemeinsamen Kinder zu Vorerben eingesetzt, zum Nacherben wird ein Verwandter oder eine sonstige Vertrauensperson bestimmt. Der Vorteil einer solchen Gestaltung: Das geerbte Vermögen bleibt vom Eigenvermögen des Kindes getrennt und geht beim Tod des Vorerben direkt an die Nacherben. Der geschiedene Partner hat darauf keinen Anspruch, wenn er das verstorbene Kind beerbt.

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