Wiehl (dpa/tmn) - Lässt das Gedächtnis im Alter nach, kann dahinter eine Depression stecken. Oft werden die Beschwerden jedoch fälschlicherweise einer Demenz zugeschrieben. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) hin.

Im Gegensatz zu einer Demenz bildeten sich depressionsbedingte Beeinträchtigungen aber wieder zurück, wenn sie behandelt werden.

Die Symptome einer Depression sind Antriebsmangel, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen sowie depressive Gedanken bis hin zu Suizidüberlegungen. Während sich depressive Menschen häufig über ihren Leistungsabbau beklagen, versuchen demenzkranke Menschen das Problem geheim zu halten oder zu leugnen. Die Unterscheidung zwischen beiden Krankheiten ist nicht leicht und sollte von einem Neurologen oder Psychiater getroffen werden. Die Depressionen werden meist mit Antidepressiva behandelt.

Während Depressionen bei jungen Menschen eher therapiert werden, werden sie im Alter leichter übersehen, so die DGGPP. Depressive Verstimmungen im Alter werden von Angehörigen oft als «normale» Begleiterscheinung gesehen, da ältere Menschen geistig und körperlich meist weniger fit sind.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer