Exoten wie die Gespenstheuschrecke sind ebenfalls geeignet, da sie nicht so pflegeintensiv sind.

Kinder mögen Meerschweinchen.
Kinder mögen Meerschweinchen.

Kinder mögen Meerschweinchen.

Kinder mögen Meerschweinchen.

Düsseldorf. "Mama, ich will ein Haustier!" Doch Vorsicht: Nicht jede Tierart ist für Kinder gleich gut geeignet.

"Grundvoraussetzung ist, dass alle in der Familie diese Anschaffung mittragen", betont Ingrid Stephan, Leiterin des Instituts für soziales Lernen mit Tieren in Lindwedel (Niedersachsen).

Ohnehin findet sie Haustiere für Kinder erst ab einem bestimmten Alter sinnvoll. "Im Vorschulalter halte ich das noch für problematisch", sagt Stephan. Kinder besäßen da noch nicht die Einsicht, dass Haustiere Lebewesen sind, die eigene Bedürfnisse haben. "Ab dem Schulalter, ab acht Jahren, kann ein Kind aber schon mit Unterstützung der Eltern Verantwortung für ein Tier übernehmen."

Kinder verlieren an nachtaktiven Tieren das Interesse

Grundsätzlich keine gute Wahl sind nachtaktive Tiere wie Hamster. Wenn ein Hamster tagsüber nur schläft, sagen Kinder laut Stephan schnell: "Der ist aber langweilig!" - und verlieren das Interesse. Vögel würde sie ebenfalls nicht empfehlen, auch keine Mäuse.

Kaninchen sind laut Ursula Bauer von der Tierschutzorganisation Aktion Tier dagegen okay. Allerdings ist bei ihnen zu beachten, dass sie Gruppentiere sind und daher einen Artgenossen haben sollten.

Kaninchen werden "alt"

Weiterer Vorteil: Sie werden mit bis zu zehn Jahren relativ alt. Eltern sollten ihren Kindern aber beibringen, dass auch kuschelige Kaninchen keine Schmusetiere sind. Gleiches gilt für Meerschweinchen.

Vielleicht wären auch alternative Haustiere eine Überlegung, sagt Bauer. Gespenstheuschrecken zum Beispiel ließen sich einfach in einem Terrarium halten, und Kinder könnten die Versorgung selbst übernehmen: Da sich die Tiere von Brombeerblättern ernähren, könnten sie die Nahrung ihrer Heuschrecken im Park suchen

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