Ein «Free-to-play»-Spiel ist umsonst - später fallen aber Kosten etwa für Zeitvorteile an. Bei Kinderspielen ist so etwas unlauter, meint der BGH. Foto: Nicolas Armer
Ein «Free-to-play»-Spiel ist umsonst - später fallen aber Kosten etwa für Zeitvorteile an. Bei Kinderspielen ist so etwas unlauter, meint der BGH. Foto: Nicolas Armer

Ein «Free-to-play»-Spiel ist umsonst - später fallen aber Kosten etwa für Zeitvorteile an. Bei Kinderspielen ist so etwas unlauter, meint der BGH. Foto: Nicolas Armer

dpa

Ein «Free-to-play»-Spiel ist umsonst - später fallen aber Kosten etwa für Zeitvorteile an. Bei Kinderspielen ist so etwas unlauter, meint der BGH. Foto: Nicolas Armer

Karlsruhe (dpa) - Dieses Urteil dürfte viele Eltern interessieren und freuen: Laut dem Bundesgerichtshof ist es nicht zulässig, wenn Kinder in Onlinespielen zum Kauf von weiterer Ausstattung verleitet werden.

Es bleibt dabei: Kinder dürfen in Internetspielen nicht zum Kauf von Spielzubehör animiert werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied am Donnerstag (18. September), dass ein entsprechendes Urteil vom vergangenen Jahr aufrechterhalten wird (Aktenzeichen: I ZR 34/12).

In dem Streitfall hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) die Softwarefirma Gameforge wegen Werbung zu dem Fantasyrollenspiel «Runes of Magic» verklagt und vom BGH recht bekommen. Der Schutz der Kinder gebiete es, dass auch im Internet eine gewisse Zurückhaltung gewahrt werde, hatte das Gericht seine Entscheidung begründet.

«Runes of Magic» funktioniert wie viele Internetspiele nach dem sogenannten «Free-to-play»-Modell: Die Spieler erhalten die Software zur Teilnahme am Spiel kostenlos. Die weitere Ausstattung ihrer Spielcharaktere etwa mit Waffen oder Zeitvorteilen können sie dazu kaufen. 2009 bewarb Gameforge weiteres Spielzubehör mit folgendem Slogan: «Schnapp' Dir die günstige Gelegenheit und verpasse Deiner Rüstung & Waffen das gewisse "Etwas"».

Die Softwarefirma Gameforge war im ersten Verfahren nicht erschienen. Daher erging ein sogenanntes Versäumnisurteil. Gegen diese Entscheidung vom 17. Juli vergangenen Jahres hatte das Unternehmen Einspruch eingelegt.

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