Eine Babypuppe wird in die Babyklappe gelegt. Als Alternative sind nun «vertrauliche Geburten» per Gesetz möglich. Foto: Uli Deck
Eine Babypuppe wird in die Babyklappe gelegt. Als Alternative sind nun «vertrauliche Geburten» per Gesetz möglich. Foto: Uli Deck

Eine Babypuppe wird in die Babyklappe gelegt. Als Alternative sind nun «vertrauliche Geburten» per Gesetz möglich. Foto: Uli Deck

dpa

Eine Babypuppe wird in die Babyklappe gelegt. Als Alternative sind nun «vertrauliche Geburten» per Gesetz möglich. Foto: Uli Deck

Berlin (dpa) - Babyklappen sind noch immer umstritten, weil die Kinder keine Chance haben, jemals ihre Eltern kennenzulernen. Deshalb gibt es künftig die «vertrauliche Geburt», die der Mutter und dem Kind gleichermaßen gerecht werden soll.

Junge Mütter in einer Notsituation erhalten eine Alternative zur Babyklappe. Nach dem Bundestag billigte am Freitag (5. Juli) auch der Bundesrat die Möglichkeit der «vertraulichen Geburt». Diese ermöglicht es Schwangeren, ihr Kind in einem Krankenhaus auf die Welt zu bringen und trotzdem vorerst anonym zu bleiben. Die Personendaten der Mutter werden zwar gespeichert, bleiben jedoch mindestens bis zum 16. Geburtstag des Kindes unter Verschluss.

In Deutschland werden jedes Jahr etwa 100 Kinder in Babyklappen abgelegt. Neben den oft fragwürdigen Umständen der Entbindung wird dabei vor allem bemängelt, dass die betroffenen Kinder keine Chance haben, nachträglich etwas über ihre Herkunft zu erfahren. Bei der «vertraulichen Geburt» hingegen können sie nach 16 Jahren Auskunft über die Identität ihrer Mutter verlangen, deren Daten bei der Geburt verschlüsselt hinterlegt wurden.

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