Die Menschen sind gestresst. Vom Alltag. Von der Arbeit. Vom Druck, der tagtäglich auf ihnen lastet. Was sie tun, um sich zu ent-stressen und ihren Alltag zu ent-schleunigen, ist häufig die Flucht. Ein Wellnesstrip oder sogar der Ausbruch aus dem alten Leben ist dann häufig die Folge. Schade um das Liebgewonnene! Doch es gibt auch eine Alternative, die da heißt: eine Wellness-Oase in den eigenen vier Wänden. Wie das umzusetzen ist, verrät dieser Ratgeber.

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Wer eine gemütliche Leseecke einrichtet, kann diese als Entspannungsoase nutzen. Mit einem speziellen Entspannungssessel geht das noch besser.

Wer eine gemütliche Leseecke einrichtet, kann diese als Entspannungsoase nutzen. Mit einem speziellen Entspannungssessel geht das noch besser.

Eine Sauna im Gartenhaus? Das verspricht nicht nur Entspannung pur, sondern auch eine Wohltat für den Körper.

stimmiges Farbkonzept und Ordnung im Bad sorgen für Wohlfühlmomente - auch wenn der Platz begrenzt ist.

Nüsse machen ihrem Namen als Nervennahrung alle Ehre. Vor allem die B-Vitamine sorgen für diesen Effekt.

pixabay.com © ErikaWittlieb (CC0 Public Domain), Bild 1 von 4

Wer eine gemütliche Leseecke einrichtet, kann diese als Entspannungsoase nutzen. Mit einem speziellen Entspannungssessel geht das noch besser.

1.) Relaxen im Lieblingssessel mit Entspannungsfunktion
Viele Maßnahmen, die Entspannung versprechen, sind zeitaufwendig. Zur Yoga-Stunde zu fahren, verspricht Entspannung, bedeutet aber auch, sich noch einmal aufzuraffen. Auch der Wellnesstrip kostet Zeit. Das erklärte Ziel besteht also darin, nach Hause zu kommen und ein Ritual zu begehen, das Entspannung pur bringt. Und für eben diesen Fall muss der künftige Lieblingssessel mit Entspannungsfunktion einziehen.

Die Rede ist vom Sessel der skandinavischen Marke Stressless, die ihrem Namen alle Ehre machen. Meist sind die Sessel aus Leder gefertigt. Der Schaumkern mit Komfort-Zonen sorgen für ein angenehmes Sitzgefühl. Nacken- und Rückenbereich werden extra stabilisiert. Es gibt nur eine Spielregel, die all diejenigen befolgen müssen, die sich einen Relaxsessel anschaffen: Smartphone, Telefon, Tablet sind aus und weit entfernt. Dann klappt es auch mit der Entspannung.

2.) Ab in die private Sauna
Einst wurde die Sauna noch in den Keller verbannt. Dort war zwar der Entspannungs- und Erholungseffekt in der Sauna hoch, nur die Aufwertung des meist kalten und kargen Kellergeschosses brauchte mächtig viel Geschick. Die Ausgangssituation ist heute deutlich besser geworden, denn: Die Heimsauna zieht immer öfter ins hölzerne Gartenhaus oder bekommt einen Platz im Wellnessbereich unterm Dach. Die meisten Saunafans entscheiden sich für eine dieser drei Saunavarianten:

• Die finnische Sauna ist die eigentliche, ursprünglichste Form der Sauna. Bei 10 bis 20 Prozent Luftfeuchtigkeit und 80 bis 90 Grad Celsius Temperatur wird zuerst richtig geschwitzt – und anschließend kalt geduscht oder es folgt ein Kältebad im Garten-Zuber. Der Effekt: Der Körper gewinnt an Stärke. Infekte können ihm so leicht nichts mehr anhaben. Erfolg hat diese Form von Wellness, wenn diese Grundregeln beachtet werden.
Infrarotkabinen sind die Mini-Varianten einer klassischen Sauna. Sie spenden Infrarotstrahlung, die sie direkt auf die Haut richten. Die Bauweise ist recht kompakt. Die moderne Variante setzt lichttherapeutische Maßnahmen ein. Was dies bewirken kann, steht hier.
• Das Dampfbad ist der finnischen Sauna sehr ähnlich. In der Detailbetrachtung gehen vor allem die Werte stark auseinander. Im Dampfbad ist die Luftfeuchtigkeit hoch. Die Temperaturen sind niedriger als in der klassischen Sauna. Die Home-Variante eines Dampfbads steht meist direkt im Badezimmer – als Kombination aus Dampfbad und Multifunktionsdusche.

3.) Das Bad. Der Ort für Wellness in den eigenen vier Wänden
Wer sein Bad selbst planen kann, der tut gut daran, eben diesen Raum zur Wellnessoase zu machen. Was dazu nötig ist, ist simpel. Eine großzügig geschnittene Badewanne, idealerweise mit Whirlpool-Funktion bildet die Basis der privaten Wellness-Oase. Wichtig ist bei der Planung des Badezimmers ein klares Farbkonzept, das harmonisch wirkt und Ruhe ausstrahlt. Keine Sorge, mit Ruhe ist nicht tristes Ton-in-Ton gemeint, sondern ein abgestimmtes Konzept mit Highlights und optischen Reizen, die angenehm auf das Auge des Betrachters wirken. Wer auf Erdtöne setzt, könnte beispielsweise eine Wand in Steinoptik kreieren. Das wirkt angenehm, beruhigend und lässt sich bestens zu Möbeln aus Holz kombinieren, die für ein stimmiges Gesamtkonzept sorgen. Eine entsprechende Beleuchtung, die warm ist und für ein angenehmes Lichtklima sorgt, lädt zum Entspannen ein. Eine ruhige Atmosphäre im Raum schafft übrigens auch ein ordentlicher Raum, in dem vielleicht die eine oder andere Kerze brennt oder ein Raumduft für Wohlfühlaroma sorgt.

4.) Nervennahrung muss auf den Tisch
Wer von Nervennahrung spricht, denkt fast schon automatisch an Studentenfutter. Doch das ist damit nicht ausschließlich gemeint, obgleich es die Grundzutat aus dem Studentenfutter – die Nuss in verschiedenen Varianten – durchaus in die Riege der Lebensmittel geschafft hat, die für Entspannung sorgen. Diese Lebensmittel senken nachweislich den Stresslevel. Weitere Lebensmittel, die eine ähnliche Wirkweise haben, sind hier gelistet.

Bananen. Das Magnesium in der Banane ist daran schuld, dass die Nerven richtig funktionieren. Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer einen Magnesiummangel hat, der schläft schlecht und ist nervös. • Hülsenfrüchte. Sie sorgen dafür, dass der Stress ertragbar ist. Das ist auf den Magnesiumgehalt zurückzuführen. Das Kalzium in Hülsenfrüchten wirkt gegen Ängste. • Kakao. Dunkle Schokolade senkt das Stresshormon und gleicht den Blutzuckerspiegel aus. Hinzu kommt die Wirkung des Eiweißbausteins Tryptophan, der ebenfalls nervenberuhigend wirkt. • Nüsse. Da sind sie – die klassischen Zutaten vom Studentenfutter. Nüsse enthalten viele B-Vitamine, die die Konzentration fördern und wichtig für die Nerven sind. Hinzu kommen Kalium, Magnesium und das Vitamin E. Kalium wirkt sich beruhigend auf den Puls, den Blutdruck und den Herzschlag aus. • Zitronen. Die Antioxidantien, die vor allem in Vitamin C reichlich vorhanden sind, stärken die Leber. Diese leidet nämlich am meisten unter dem Stress der Menschen.

Fazit: Die private Wellnessoase kann jeder umsetzen
Egal ob das Mobiliar verändert wird, die Sauna oder das Wellness-Bad einzurichten ist oder nervenberuhigendes Essen auf den Tisch kommt. Für Entschleunigung sorgen kann jeder – mit kleinen Maßnahmen wie einer Duftkerze im Badezimmer oder mit großen Umbauten wie einer Sauna im Garten. Wichtig ist dabei nur die Umsetzung, die nicht nur ein Neujahrsvorsatz bleiben sollte.