Nachwuchs in der Familie versetzt die ganze Verwandtschaft in freudige Aufregung. Alle wollen möglichst bald einen Blick auf das neue Familienmitglied werfen. Für die frisch gebackenen Eltern ist es jedoch sehr wichtig, dass sie die Babyflitterwochen ungestört verbringen können. Sie sollten Angehörige darum bitten, ihnen nach der Entbindung erst einmal Ruhe zu gönnen.

In der Wochenbettzeit soll sich die Mutter schonen dürfen. Unangekündigte Anrufe oder gar Überraschungsbesuche im Krankenhaus knapp nach der Geburt sind für Verwandte und Freunde daher ein absolutes Tabu. Die Eltern können für klare Verhältnisse sorgen, indem sie bereits vorab ankündigen, dass sie in den ersten zwei bis drei Wochen keinen Besuch wünschen, außer sie laden ausdrücklich dazu ein. Eltern brauchen die Zeit, um sich an das Leben mit Kind im Haus zu gewöhnen und Vertrauen im Umgang mit dem Neugeborenen zu gewinnen. Ihnen darf es nicht übel genommen werden, wenn sie Zuhause nicht ans Telefon gehen oder die Tür verschlossen bleibt, wenn man spontan vorbeischaut.

Sobald Besuche zugelassen werden, können Eltern Stress vermeiden, indem sie dafür feste Termine einplanen. Angehörige sollten dann genügend Rücksicht zeigen und die Geduld der Eltern nicht überstrapazieren. Das Elternsein ist vor allem mit Säugling ein Fulltime-Job, und der gesamte Tagesablauf wird durch Still-, Wickel- und Schlafenszeiten bestimmt. Höflich ist es daher, nach einer Stunde Besuchszeit wieder zu gehen, es sei denn, die Eltern bitten darum, länger zu bleiben. Wer von sich aus anbietet, den Kuchen zum Kaffee mitzubringen, wird zudem gleich viel lieber willkommen geheißen. Von den Eltern zu erwarten, dass sie einen bewirten, wäre eindeutig zu viel verlangt. Spätestens wenn das Baby unruhig wird, oder die Mutter Anstalten macht, den Besuch zum Gehen zu animieren, sollte man sich auch verabschieden.

Damit Angehörige und Freunde nicht allzu ungeduldig werden, können sich junge Eltern mit Geburtskarten für die Glückwünsche und vielleicht auch ersten Geschenke zur Geburt bedanken. Auf Familiensache.com sind Kartenvorlagen erhältlich, mit denen sich Geburtskarten mit einem Foto des Nachwuches bequem online gestalten lassen. Somit können Nahestehende den neuen Erdenbürger zum ersten Mal sehen, ohne dass sie dazu einen Besuch vornehmen müssen.

In die Babyflitterwochen sollte man sich keine Aufgaben oder Termine legen, die sich mit Babybetreuung schwer vereinbaren lassen. Vor allem sollten Eltern sich nicht scheuen, ihnen angebotene Hilfe in Anspruch zu nehmen, selbst wenn es heißt, dass man das Besuchsverbot lockern muss. Ratsam ist es, auch die Besuchsdauer, in der man sich von einer Vertrauensperson unterstützen lässt, auf bestimmte Erledigungen sowie zeitlich zu begrenzen. Für Mütter, die sich während des Wochenbetts nicht ausreichend erholen können, weil sie neben dem Kind auch noch den Haushalt und Einkäufe alleine bewerkstelligen müssen, wird sich die Genesung nicht richtig einstellen können. Nicht selten gibt es weitere Ausfälle, wenn sich Mütter in den Babyflitterwochen körperlich nicht richtig von den Strapazen der Geburt kurieren können. Mütter müssen gut auf die Beine kommen, um zum Beispiel mit der Rückenbildung beginnen zu können. Ideal ist es deshalb, wenn die Väter zugegen sind und ihrer Partnerin im Alltag unter die Arme greifen.