Lücken im Lebenslauf kaschieren
Lücken im Lebenslauf lassen sich kaschieren, indem man die Vita thematisch gliedert. (Foto: Elke Wentker)

Lücken im Lebenslauf lassen sich kaschieren, indem man die Vita thematisch gliedert. (Foto: Elke Wentker)

dpa

Lücken im Lebenslauf lassen sich kaschieren, indem man die Vita thematisch gliedert. (Foto: Elke Wentker)

Berlin (dpa/tmn) - In der Anzeige winkt der Traumjob, doch der eigene Lebenslauf weist Lücken auf? Kein Problem: Man muss seine Vita nur richtig aufbereiten. Karrierecoach Jürgen Hesse aus Berlin erklärt, wie es geht.

Wer bei der Jobsuche nicht mit Anschreiben oder Lebenslauf punktet, hat meist keine Chance auf ein Vorstellungsgespräch. Doch was, wenn in der Vita Lücken klaffen? Bewerbungs-Experte Jürgen Hesse erklärt, wie der Lebenslauf trotzdem gelingt - und sogar noch besser wird:

Lücken thematisch gliedern

Arbeitnehmer mit Lücken im beruflichen Werdegang sollten laut Hesse ihre Vita thematisch gliedern. Dann fallen Zeitlöcher nicht so schnell auf. Der Karrierecoach empfiehlt, Rubriken zu benutzen. Oberbegriffe könnten etwa Ausbildung, berufliche Stationen, Auslandsaufenthalte oder besondere Fähigkeiten sein.

Zwar sei der chronologische Lebenslauf immer noch üblicher. Dabei werden einzelne Stationen des beruflichen Werdegangs der Reihenfolge nach aufgeschrieben - meist von der Gegenwart, also der aktuellen Position, rückwärts bis in die Vergangenheit. Doch je nach individuellem Lebenslauf mache eine thematische Gliederung bei Personalern unter Umständen einen besseren Eindruck, so Hesse.

Hobbys aufnehmen

In einen Lebenslauf gehören auch die Hobbys und Interessen des Arbeitnehmers. «Man sollte nicht den Fehler machen, auf diese Angaben zu verzichten», sagt der Karriereberater. «Denn der Personaler will nicht nur wissen, ob jemand kompetent ist, sondern auch was für ein Typ einer ist.» Über die Angabe von Hobbys und Interessen könne der Bewerber diesen Eindruck steuern. Außerdem ergebe sich vielleicht gleich eine Gemeinsamkeit mit dem Personaler, über die man sprechen könne.

Allerdings gehöre nicht jedes Hobby in den Lebenslauf. «Engagiert sich jemand als militanter Tierschützer, würde ich das besser verschweigen», sagt Hesse, der mehrere Ratgeber zum Thema Bewerbungsunterlagen verfasst hat. Es sollten nur Hobbys genannt werden, die unverfänglich sind wie die Mitgliedschaft im Fußballverein oder im Golfclub. Sonst kreise das Bewerbungsgespräch am Ende um das Engagement des Bewerbers in seiner Freizeit, statt um seine Kompetenzen im Job.

Handschriftliche Vita mehrmals schreiben

Muss der Bewerber einen handgeschriebenen Lebenslauf vorlegen, reicht er lieber nicht den ersten Versuch ein. «Beim ersten Versuch ist das Schriftbild meistens nicht stabil», sagt Hesse. Er empfiehlt, den Lebenslauf entweder mehrmals zu schreiben und dann den zweiten oder dritten Versuch auszuwählen. Oder der Bewerber schreibt sich vorher ein. «Man kann ja auch erst einmal drei Seiten einfach aus einem Buch abschreiben.»

Handgeschriebene Lebensläufe sind zwar längst nicht mehr üblich. Sie werden in einigen Fällen aber immer noch verlangt. Das ist etwa der Fall, wenn sich jemand um ein Stipendium bewirbt. Manchmal wird ein handgeschriebener Lebenslauf auch für die Bewerbung um einen Ausbildungsplatz verlangt. «Sinn und Zweck dieser handgeschriebenen Lebensläufe ist es, etwas über den Bewerber zu erfahren», erklärt Hesse. So könne man etwa sehen, wie kindlich die Handschrift des Bewerbers noch ist, etwa weil er noch sehr große und runde Buchstaben verwendet.

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