Dortmund (dpa/tmn) - Bei der Auswahl neuer Software sollten Chefs und Einkäufer in Firmen auch die Mitarbeiter einbinden. Aus dem Alltag kennen diese am ehesten die zu bewältigenden Aufgaben, Probleme und Anforderungen.

Oft würden die späteren Nutzer beim Anschaffen neuer Software allerdings nicht mit einbezogen. Dabei steige durch ihre Beteiligung die Motivation der Nutzer und die Akzeptanz der Software, erläutert die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in Dortmund in einer neuen Broschüre.

Wird falsche Software ausgesucht, kann sich das dagegen schnell rächen. Denn es drückt auf die Leistung und sorgt sogar für gesundheitliche Beschwerden, wenn ein Programm nicht benutzerfreundlich und ergonomisch gestaltet ist. Den Angaben zufolge verbringen Beschäftigte etwa zehn Prozent ihrer Arbeitszeit damit, Fehler im Umgang mit Computern zu bewältigen. Softwareprobleme sorgten außerdem für Stress und könnten Beschäftigten auch körperlich zu schaffen machen, zum Beispiel durch Kopfschmerzen.

Schlechte Software kann der BAuA zufolge sogar ein Sicherheitsrisiko sein: Mangelnde Gebrauchstauglichkeit von Computerprogrammen sei die Ursache vieler Störfälle und Unfälle in Betrieben. So passiere es bei schlecht gestalteter Software zum Beispiel leichter, dass Informationen übersehen, Daten versehentlich gelöscht oder Warnmeldungen missverstanden werden.

Service:

Die kostenlose BAuA-Broschüre «(K)Eine wie die andere? - Handlungshilfe zum Kauf von ergonomischer Software» kann telefonisch unter +49 231 90712071, per E-Mail - info-zentrum@baua.bund.de - und im Internet heruntergeladen werden.

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