Eine Frage des Geldes
Eine Nebentätigkeit nach der Freistellung kann zulässig sein. Das dort verdiente Geld muss dann nicht an den früheren Arbeitgeber fließen. Foto: Andrea Warnecke

Eine Nebentätigkeit nach der Freistellung kann zulässig sein. Das dort verdiente Geld muss dann nicht an den früheren Arbeitgeber fließen. Foto: Andrea Warnecke

dpa

Eine Nebentätigkeit nach der Freistellung kann zulässig sein. Das dort verdiente Geld muss dann nicht an den früheren Arbeitgeber fließen. Foto: Andrea Warnecke

Erfurt (dpa/tmn) - Wer von seinem Arbeitgeber freigestellt wird, kann unter Umständen bereits einen neuen Job bei der Konkurrenz antreten - und das volle Gehalt behalten, entschied das Bundesarbeitsgericht.

Sind Arbeitnehmer vom Arbeitgeber freigestellt worden, kann eine Nebentätigkeit zulässig sein. Das dort verdiente Gehalt müssen sie nicht unbedingt an den alten Arbeitgeber herausgeben. Das hat das Bundesarbeitsgericht entschieden (Az.: 10 AZR 809/11). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein (DAV) hin.

In dem Fall hatte sich ein Produktmanager von seinem Arbeitgeber im Rahmen eines Vergleichs getrennt. Die Parteien einigten sich darauf, dass der Mitarbeiter bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses bei vollem Gehalt freigestellt sein sollte. Als der Mitarbeiter in der Zeit der Freistellung anfing, für die Konkurrenz zu jobben, forderte der Arbeitgeber den dort verdienten Lohn ein. Zumindest wollte er jedoch das Gehalt, das er zahlen muss, entsprechend kürzen.

Ohne Erfolg. Der Produktmanager dürfe die Vergütung von beiden Arbeitgebern behalten, entschieden die Bundesrichter. Der Vergleich habe keine Regelungen enthalten, ob eine Nebentätigkeit zulässig sei. Deshalb könne der Arbeitnehmer nun auch nicht verpflichtet werden, den Lohn herauszugeben.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer