Studium
Mitbestimmen, was im Studium drangenommen wird - das können Studenten als Gutachter im Akkreditierungsverfahren.

Mitbestimmen, was im Studium drangenommen wird - das können Studenten als Gutachter im Akkreditierungsverfahren.

dpa

Mitbestimmen, was im Studium drangenommen wird - das können Studenten als Gutachter im Akkreditierungsverfahren.

Berlin (dpa/tmn) - Mitbestimmen, wenn ein neuer Studiengang entsteht - das hätte was! Überfrachtete Stundenpläne könnten dank deinem Einsatz so bald der Vergangenheit angehören. Das geht: denn jeder Student kann sich als Prüfer im Akkreditierungsverfahren bewerben.

Jeder Student kann sich als Gutachter im Akkreditierungsverfahren aufstellen lassen. «Um Prüfer werden zu können, muss man sich nur in den studentischen Akkreditierungspool entsenden lassen», sagt Daniela Teodorescu, Geschäftsführerin des «Studentischen Akkreditierungspools» in Berlin. Die Kompetenz, Studenten zu entsenden, habe etwa die Bundesfachschaft. Besondere Qualifikationen oder eine bestimmte Semesteranzahl würden von den interessierten Studenten nicht erwartet.

«Wie alles ein Gütesiegel braucht, brauchen das auch die Studiengänge», erklärte Teodorescu. Mit ihm soll die Qualität der neuen Studienangebote sichergestellt werden. Neben den Fachleuten werden Studenten bei der Vergabe des Gütesiegels gehört. Wer sich also schon öfter über nicht schaffbare Stundenpläne und verquere Prüfungsanforderungen geärgert hat, kann hier von ganz oben Einfluss nehmen.

Besondere Vorkenntnisse bräuchten die Bewerber nicht, erklärte Teodorescu. Nach der Entsendung in den Akkreditierungspool würden die zukünftigen Gutachter an einem Wochenendseminar teilnehmen, indem sie alles lernen, was sie für ihre neue Tätigkeit wissen müssen. Während des Verfahrens sei es dann die Aufgabe der Studenten die Studierbarkeit der neuen Angebote unter die Lupe zu nehmen. «Ist die Zahl der Wochenstunden zu hoch? Wie sehen die Prüfungen aus? Solche Fragen müssen die Leute aus unserem Pool im Blick haben», erklärte Teodorescu. Gezahlt wird pro Verfahren eine Aufwandsentschädigung von bis zu 500 Euro.

Insgesamt gibt es zur Zeit circa 750 studentische Gutachter. Gute Chancen für eine Entsendung gebe es in allen Fächern. Über viel Konkurrenz müssen Interessierte sich nur in den Fächern Anglistik, Germanistik, Informatik und Politik Gedanken machen. «Dort wollen sich regelmäßig mehr aufstellen lassen, als wir Gutachter brauchen», sagte Teodorescu.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer