Weinheim (dpa/tmn) - Eine persönliche Niederlage kann besser verarbeitet werden, wenn der Betroffene sie aufschreibt. Wer zum Beispiel ein Tagebuch führt, versteht besser, warum Misserfolge passiert sind. Das teilen Forscher der University of Texas in den USA mit.

Die Wissenschaftler begleiteten Ingenieure, die arbeitslos geworden waren. Jene, die ihre Gedanken und Gefühle in der Zeit danach schriftlich festhielten, fanden schneller einen neuen Job. Laut der Psychologen lag das nicht daran, dass die Schreibenden motivierter bei der Jobsuche waren. Vielmehr waren sie in der Lage, ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Indem sie ihre Gedanken und Gefühle aufschrieben, konnten sie sie loslassen und sich von der Vergangenheit lösen.

Bedeutend ist auch, wie mit Fehlern umgegangen wird. Schamgefühle verhindern zum Beispiel, dass man aus ihnen lernt. Sie suggerieren, dass die Ursache für den Fehltritt in der Persönlichkeit liegt. Doch die kann nicht einfach verändert werden. Statt zu denken «Ich bin falsch» sollte man besser denken «Ich bin in Ordnung, auch wenn ich einen Fehler gemacht habe», rät die Zeitschrift «Psychologie heute».

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