Beim Bewerben nicht verzweifeln
Nur nicht verzweifeln: Wer sich bewirbt, sollte in Etappen denken.

Nur nicht verzweifeln: Wer sich bewirbt, sollte in Etappen denken.

Schierenbeck/dpa/tmn

Nur nicht verzweifeln: Wer sich bewirbt, sollte in Etappen denken.

Stuttgart (dpa/tmn) - Beim Bewerben um einen Job hilft es, in Etappen zu denken. So sollten Menschen auf Jobsuche sich klarmachen, dass die schriftliche Bewerbung nur ein erster Schritt ist, sagt der Karriereberater Heiko Lüdemann aus Stuttgart.

Jobsuchende dürften von ihrem Bewerbungsschreiben daher nicht zu viel erwarten. «Niemand bekommt einen Job nur aufgrund des Schreibens», sagt Lüdemann. Gerade Ältere machten oft den Fehler, sich beim Bewerben zu sehr unter Druck zu setzen und eine unrealistische Erwartungshaltung zu entwickeln. Das führe dazu, dass viele von ihnen ihre Bewerbung überfrachteten.

Bewerber sollten daher versuchen, sich von überhöhten Erwartungen freizumachen, rät der Karriereberater. Dabei helfe es, einen Schritt nach dem anderen zu machen. Bewerber sollten sich als Erstes die Frage stellen, warum sie eine Bewerbung schreiben. «Um den Job zu bekommen» sei nicht die Antwort darauf. «Sondern: um zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden», erklärte Lüdemann. Dazu bräuchten sie nicht alles in die Bewerbung packen, was sie womöglich qualifiziert. «Es geht zunächst darum, sich interessant zu machen.»

Auch im ersten Vorstellungsgespräch nehmen sich die Kandidaten lieber nicht zu viel vor, empfiehlt Lüdemann. Ansonsten setzen sie sich unnötig unter Druck und schüren Versagensängste. Das führt dann schlimmstenfalls dazu, dass sie ihren Auftritt verpatzen und einen schlechten Eindruck hinterlassen. Bewerber sollten sich daher sagen: «Ich will einfach nur ein gutes Gespräch führen.» Das entlaste. Ohnehin sei es unrealistisch, im Vorstellungsgespräch gleich eine Jobzusage zu ergattern. Ein angemessenes Ziel sei es, zu einem zweiten Gespräch eingeladen zu werden.

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