Beim Geschäftsessen lauert das ein oder andere Fettnäpfchen. Foto: Mascha Brichta
Beim Geschäftsessen lauert das ein oder andere Fettnäpfchen. Foto: Mascha Brichta

Beim Geschäftsessen lauert das ein oder andere Fettnäpfchen. Foto: Mascha Brichta

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Beim Geschäftsessen lauert das ein oder andere Fettnäpfchen. Foto: Mascha Brichta

Stuttgart (dpa/tmn) - Geschäftsessen im Restaurant - da lauert gleich der erste Fauxpas: Während der Unterhaltung gehört das Besteck auf den Tisch. Mit Gabel oder Messer herumzugestikulieren, geht gar nicht. Das gehört zu den sieben größten Fettnäpfchen.

Etikette-Trainerin Agnes Jarosch erklärt die sieben größten Patzer beim Geschäftsessen - und wie Berufstätige sie vermeiden:

Sitzenbleiben:Wer am Tisch sitzt und von einem Neuankömmling per Handschlag begrüßt wird, sollte aufstehen. Das sei ein Zeichen für Wertschätzung und Respekt, sagt Jarosch. Nur Personen, denen es wegen körperlicher Einschränkungen schwerfällt aufzustehen, dürften sitzenbleiben.

Mistforkengriff:Mancher umklammert die Gabel mit der ganzen Faust - wie es kleine Kinder machen, erklärt die Etikette-Trainerin. Das sieht nicht gut aus. Stattdessen lieber Messer und Gabel am unteren Ende mit Daumen, Zeige- und Mittelfinger anfassen. Sind mehrere Gabeln und Messer eingedeckt, muss das Besteck von außen nach innen benutzt werden.

Geräusche: Das Messer scharrt über den Teller - dazu macht das Gegenüber Schmatzgeräusche: Das geht gar nicht, sagt Jarosch. Idealerweise sind beim Essen keine Geräusche zu hören.

Mit dem Besteck gestikulieren: Geht es beim Geschäftsessen um wichtige Themen, fängt mancher an, mit dem Besteck in der Hand zu gestikulieren. Schnell entsteht beim Gegenüber der Eindruck, der Geschäftspartner wolle ihn mit Messer und Gabel aufspießen, erläutert Jarosch. Sobald jemand merkt, dass er mit den Händen gestikuliert, legt er das Besteck deshalb besser ab.

Brücken bauen: Wer das Besteck ablegt, sollte keine Brücken bauen. Das passiert, wenn die Besteckspitze auf dem Tellerrand abgelegt wird und der Griff auf dem Tischtuch. Das gelte als unfein, erklärt sie. Das Besteck dürfe nicht mehr mit dem Tischtuch in Berührung kommen, wenn man es einmal aufgenommen hat. Wer fertig ist, legt es auf Vier-Uhr-Stellung. Dann weiß der Kellner, dass er abräumen kann. Wer nicht fertig ist, kreuzt Messer und Gabel auf dem Teller.

Mit dem Mund zur Gabel: Sich mit rundem Rücken über den Teller zu krümmen, sieht nicht gut aus - und gehört sich auch nicht. Stattdessen sollten man beim Geschäftsessen aufrecht sitzen. Die Gabel muss zum Mund geführt werden und nicht umgekehrt, sagt Jarosch.

Arbeitsgespräche:Ein Geschäftsessen dient der Kontaktpflege und dem gegenseitigen Kennenlernen - geschäftliche Themen sollten deshalb erst beim Dessert angesprochen werden. Denn viele geschäftliche Themen seien kontrovers, sagt sie. Nach dem Essen verhandelt es sich in der Regel besser, da die Stimmung entspannter ist. Eine Ausnahme ist, wenn das Essen ausdrücklich als Arbeitsessen angekündigt ist. Dann darf auch vorher schon darüber gesprochen werden, wie etwa die Zusammenarbeit optimiert werden kann.

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