Bremen (dpa/tmn) - 'Nur noch das eine Unterkapitel, dann geh ich schlafen!' - Und dann landet man doch erst spät in der Nacht im Bett. So ergeht es vielen Studenten, die an ihrer Abschlussarbeit sitzen. Schreibcoach Peter Holz hält das für einen strategischen Fehler.

Beim Schreiben der Bachelorarbeit sollten Studenten darauf achten, dass sie abends pünktlich Schluss machen, meint der Schreibcoach Peter Scholz aus Bremen. «Ich würde mir eine feste Zeit setzen, zu der ich abends aufhöre», sagt Holz, der Studenten beim Schreiben von wissenschaftlichen Texten unterstützt. Denn viele würden am Abend keinen Schlusspunkt finden. «Gerade wenn es gut läuft, denken viele: Ich mach' das noch schnell fertig und zieh' das durch.» Am Ende würden sie dann erschöpft spät in der Nacht noch am Schreibtisch sitzen.

Viel besser sei es jedoch, am Abend zu der Zeit Schluss zu machen, zu der man es ursprünglich geplant hatte. «Der Trick ist, mitten im Text abzubrechen und einen Gedanken am Abend nicht mehr zu Ende auszuführen», erklärt Holz. Denn dann sei man am nächsten Morgen sofort wieder im Thema drin. Die die Lücke im Text warte förmlich darauf, geschlossen zu werden. Habe man dagegen den Gedanken am Abend zuvor noch zu Ende aufgeschrieben, finde man am nächsten Morgen oft nur schwer wieder in den Text hinein.

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