Wenn die Untätigkeit krank macht
Wenn die Untätigkeit krank macht: Arbeitslose sollten versuchen, Struktur in ihren Tag zu bringen. Auch Sport im Verein hilft, aus der Isolation zu kommen. Foto: Patrick Pleul

Wenn die Untätigkeit krank macht: Arbeitslose sollten versuchen, Struktur in ihren Tag zu bringen. Auch Sport im Verein hilft, aus der Isolation zu kommen. Foto: Patrick Pleul

dpa

Wenn die Untätigkeit krank macht: Arbeitslose sollten versuchen, Struktur in ihren Tag zu bringen. Auch Sport im Verein hilft, aus der Isolation zu kommen. Foto: Patrick Pleul

Rostock (dpa/tmn) - Wer seinen Job verliert, gerät oft in eine schwere persönliche Krise. Die finanziellen Einschränkungen sind dabei häufig nur ein Problem. Mehr zu schaffen macht vielen Betroffenen die fehlende Tagesstruktur.

Ihre Arbeitslosigkeit ist für viele Menschen eine große Belastung. «Viele haben das Gefühl, plötzlich außerhalb der Gesellschaft zu stehen», sagt Steffi Kreuzfeld, Arbeitsmedizinerin an der Universität Rostock. Ihnen fehlen die feste Struktur und die Anerkennung, die ihnen der Job geboten hat. In so einer Stresssituation neigten viele dazu, die Gesundheit zu vernachlässigen. Die Folge: Viele drohen, zu erkranken.

Um das zu vermeiden, helfe es bereits, sich diese Gefahr bewusst zu machen. «Arbeitssuchende sollte sich zwingen, Sport zu machen», rät Kreuzfeld. Wer bisher nicht im Sportverein war, könne sich dort anmelden. Das sei in der Regel nicht besonders teuer - helfe aber der Gesundheit. Und Jobsuchende können so neue soziale Kontakte knüpfen. Vielleicht haben sie sogar Glück, und von den neuen Bekanntschaften hat jemand von einem Job gehört. Durch die Bewegung werde außerdem Stress abgebaut.

Viele Arbeitssuchende seien jedoch ausschließlich damit beschäftigt, Bewerbungen zu schreiben und sich inhaltlich weiterzubilden. Das alles helfe aber nichts, wenn sie sich selbst so weit vernachlässigen, dass sie krank werden.

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