Berlin (dpa) - Jeder Arbeitnehmer in Deutschland lässt durchschnittlich drei Urlaubstage im Jahr ungenutzt. Das geht aus einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor.

Besonders jüngere Beschäftigte verzichten nach der DIW-Studie auch auf Urlaub - um ihrer Karriere Schub zu geben, wie Studienleiter Daniel Schnitzlein vermutet. Wer nicht den vollen Urlaub nimmt, hat nach der Auswertung für das Jahr 2009 im Folgejahr einen um 39 Cent höheren Stundenlohn. Das habe aber seinen Preis: «Wer seinen Urlaub nicht voll ausgeschöpft hat, war im Folgejahr unzufriedener mit seiner Gesundheit und in seiner Freizeit.»

Wie viele Urlaubstage tatsächlich verfallen, geht aus der Untersuchung auf Grundlage des Sozio-oekonomischen Panels nicht hervor. Viele Unternehmen erlauben ihren Beschäftigten, den Resturlaub noch im neuen Jahr zu nehmen. Da aber auch in Vorjahren durchschnittlich bis zu 3,5 Resturlaubstage anfielen, geht Schnitzlein davon aus, dass die Beschäftigten zumindest einen Teil davon dem Arbeitgeber schenken.

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