Eine Bewerbung ist Werbung in eigener Sache. Inhalt und Optik müssen daher perfekt sein.

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Von der schriftlichen Bewerbung hängt ab, ob der Interessent zum Gespräch eingeladen wird oder nicht.

Von der schriftlichen Bewerbung hängt ab, ob der Interessent zum Gespräch eingeladen wird oder nicht.

Von der schriftlichen Bewerbung hängt ab, ob der Interessent zum Gespräch eingeladen wird oder nicht.

Ob klassische Bewerbungsmappe, E-Mail mit Anhängen, Online-Bewerbung per Job-Portal oder über soziale Medien – die Wege, sich bei einem Unternehmen vorzustellen, sind vielfältig. Die meisten Personalentscheider bevorzugen jedoch die klassische Form.

Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse
„Zur Bewerbung gehören ein Anschreiben, ein Lebenslauf mit professionellem Bewerbungsfoto, aktuelle Zeugnisse und Praktikumsnachweise“, erklärt Norbert Woehlke, stellvertretender Geschäftsführer Berufsbildung und Prüfungen an der IHK zu Düsseldorf. „Alle Unterlagen müssen einwandfrei und vollständig sein, denn nach wie vor gilt, dass der erste Eindruck entscheidend ist.“

Von der schriftlichen Bewerbung hängt ab, ob der Interessent zum Gespräch eingeladen wird oder nicht. „Die Bewerbung ist sozusagen die Eintrittskarte und muss den Erwartungen des Unternehmens entsprechen“, sagt Norbert Woehlke. „Deshalb ist konzentrierte Vorarbeit nötig und man muss sich an die Regeln für den Schriftverkehr halten. Vor dem Absenden unbedingt von den Eltern oder einem Lehrer gegenlesen lassen!“

Interesse wecken
Das Anschreiben ist für viele Entscheider das interessanteste Dokument und liegt grundsätzlich ganz oben. „Es ist wichtig, sich nicht nur auf Textbausteine und Vorlagen zu verlassen, sondern eigene, authentische Formulierungen zu finden“, rät Woehlke. Grundsätzlich sollte der Bewerber alles aufnehmen, was in einem Zusammenhang mit dem zukünftigen Beruf und dem Unternehmen steht und auf austauschbare Floskeln verzichten. „Hilfreich ist es, sich im Vorfeld einige Fragen zu stellen“, meint der Experte. Welche Qualifikationen und Kompetenzen bringe ich mit? Wieso dieser Beruf und was reizt mich an dem Unternehmen besonders? Mit den Antworten kann der Bewerber seine Alleinstellungsmerkmale herausarbeiten und im Anschreiben darstellen, warum er der Richtige für den Job ist. Genau dann weckt die Bewerbung auch das Interesse des Personalers.

Strukturierte Anlagen
Dem Anschreiben folgt der tabellarische Lebenslauf mit Foto. „Er sollte gut strukturiert sein, alle wichtigen Daten, auch die Kontaktdaten und Schulabschlüsse enthalten und möglichst auf eine Seite passeng, rät Norbert Woehlke. „Die Hobbys nicht vergessen, vor allem wenn sie im Zusammenhang mit dem zukünftigen Beruf stehen oder etwas über das Sozialverhalten aussagen. Aber immer nur das schreiben, was auch wirklich stimmt. Beim Bewerbungsfoto sollte nicht gespart werden. Natürlich kann heute jeder ein hochaufgelöstes Smartphone-Foto machen, doch ein professioneller Fotograf weiß genau, worauf es bei seriösen Bewerbungsfotos ankommt. In den Anhang gehören das letzte Schulzeugnis und ?– falls vorhanden – Praktika- und Arbeitszeugnisse. Knicke, Rechtschreibfehler und Flecken sind ein No-Go, auch bei gescannten Dokumenten.

Versand
Sind alle Unterlagen vollständig, wird die Bewerbung einmal ausgedruckt, um sie auf dem Papier sorgfältig durchzulesen und auch von Eltern oder Lehrern prüfen zu lassen. Anschließend sind alle Dokumente in einer PDF-Datei zusammenzufassen, die nicht größer als drei Megabyte sein sollte. Ein Testversand an Freunde oder Familie hilft, Fehler zu vermeiden. Ein persönlicher Kontakt im Vorfeld der Bewerbung wird gerade bei kleineren Unternehmen positiv gesehen. „Auch wenn der richtige Ansprechpartner nicht bekannt ist, sollte ich vorher anrufen“, empfiehlt der IHK-Experte. „Dann kann ich das Anschreiben mit einer persönlichen Anrede beginnen und Bezug auf das Gespräch nehmen.“ Der Vorteil: In diesem Fall kann der Bewerber nach einer angemessenen Frist nachhaken, falls er keine Empfangsbestätigung oder Einladung erhalten hat. 

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