In vielen medizinischen und pflegerischen Lehrberufen kann man sich nach abgeschlossener Ausbildung die Jobs aussuchen. Fachkräfte in der Altenpflege, als Assistenten im OP oder auch im Bereich Podologie haben beste Berufsaussichten.

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Im August ist mit der Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) ein weiteres Angebot gestartet. ATAs unterstützen im Operationssaal den Anästhesisten bei der Narkosedurchführung und überwachen den Patienten.

Im August ist mit der Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) ein weiteres Angebot gestartet. ATAs unterstützen im Operationssaal den Anästhesisten bei der Narkosedurchführung und überwachen den Patienten.

Im August ist mit der Ausbildung zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA) ein weiteres Angebot gestartet. ATAs unterstützen im Operationssaal den Anästhesisten bei der Narkosedurchführung und überwachen den Patienten.

Nur noch ein paar Tage, dann hat Angela Grolmes es geschafft: Nach drei arbeitsreichen Jahren hat sie ihre Prüfungen zur Altenpflegerin abgeschlossen. Und einen Job direkt im Anschluss an die Ausbildung hat sie längst sicher: In einer Seniorenwohngemeinschaft wird sie acht bis zwölf alte Menschen betreuen. Den Job und den Träger konnte sie sich aussuchen – Altenpfleger sind Mangelware und auf dem Arbeitsmarkt begehrt. „Ich mag die Arbeit mit Menschen“, sagt Angela Grolmes über ihren Beruf, der bei vielen einen schlechten Ruf hat. „Es ist wichtig, dass sich mehr junge Menschen für den Beruf entscheiden, sonst können wir die Situation in der Betreuung der alten Menschen auch nicht verbessern. Und nach der Ausbildung stehen einem sehr viele Türen offen.“ So hat sie sich bewusst für eine Einrichtung mit einer kleinen Zahl an Bewohnern und somit für eine individuellere Pflege in einer guten Atmosphäre entschieden. „Ich werde dann Menschen mit Demenz, aber auch Schwerstpflegefälle betreuen.“

Ausbildungen für Schüler, Quereinsteiger oder Umschüler
Blockweise sammelte die 29-Jährige während ihrer Ausbildung praktische Erfahrungen in einem Seniorenwohnheim, aber auch bei einem ambulanten Pflegedienst und im Krankenhaus. Die Theorie lernte sie am Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe der Kaiserswerther Diakonie in Düsseldorf. Die auf Berufe im Gesundheitswesen spezialisierte Bildungsstätte bietet in Düsseldorf-Kaiserswerth, Ratingen, Krefeld und Mülheim an der Ruhr verschiedene Ausbildungen für Schüler, Quereinsteiger oder Umschüler an, aktuell sind es zwölf verschiedene: vom Gesundheits- und Krankenpfleger über den Chirurgisch-technischen Assistenten bis hin zum Diätassistenten und Familienpfleger. „Wir bilden in einem Bereich aus, in dem es einen großen Bedarf auf dem Arbeitsmarkt gibt“, sagt auch der Leiter des Bildungszentrums für Gesundheitsfachberufe, Torsten Edelkraut. „Das gilt für die Pflegeberufe – egal ob Kinderkrankenpflege oder Altenpflege – ebenso wie für den Bereich medizinische Assistenz.“

Den Menschen gerne direkt helfen
Und auch Laila Mörchen macht am Bildungszentrum in Kaiserswerth eine Ausbildung, deren Absolventen stark gefragt sind: Sie wird Podologin. Podologen sind Spezialisten für Fußgesundheit und behandeln insbesondere Diabetes-Patienten, um bei diesen eine Amputation zu verhindern. „Ich habe verschiedene Praktika gemacht, in einer Arztpraxis, im Altenheim – aber ich wollte gerne diejenige sein, die den Menschen direkt hilft“, erklärt die 24-Jährige die Wahl ihrer Ausbildung. Und durch die immer stärkere Verbreitung von Diabetes bei jüngeren Leuten würde man längst nicht nur Senioren behandeln. „Der Beruf hat Zukunft. Und man kann sehr flexibel arbeiten, in einer podologischen Praxis, bei einem Diabetologen oder auch selbstständig. Das ist mir sehr wichtig, denn ich habe drei Kinder“, sagt Laila Mörchen.

Sowohl in der Altenpflege als auch in der Podologie gibt es am Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe noch freie Plätze – bei der Suche nach einem Praxispartner ist man dort außerdem behilflich. Auch ist im August eine ganz neue Ausbildung in Kaiserswerth gestartet: zum Anästhesietechnischen Assistenten (ATA). ATAs unterstützen im Operationssaal den Anästhesisten bei der Narkosedurchführung und überwachen den Patienten. Sie begleiten diesen, bereiten die Narkose vor und nach, helfen dem Facharzt und bedienen medizinische Apparate und Materialien. „Durch unseren engen Kontakt zu Kliniken, aber auch zur Arbeitsagentur, wurde klar: Es fehlen Fachkräfte in der Anästhesie, manchmal kommt es deshalb gar zu Wartezeiten bei Operationen. Und mit dieser Ausbildung können wir diese Lücke schließen“, sagt Torsten Edelkraut.

Die Ausbildung ist ein Mix aus Theorie und Praxis: Von der Anatomie über die Krankheitslehre, Pharmakologie und Operationsmethoden bis hin zu betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen lernen die Schüler alles, was sie brauchen, um den Ärzten verantwortungsvoll assistieren zu können. Die ATA-Ausbildung richtet sich an medizinisch interessierte Bewerber. „Theoretische und berufspraktische Unterrichtsblöcke an unserer Schule wechseln sich mit praktischen Einsätzen in den Krankenhäusern ab. Die Azubis rotieren in den Kliniken durch verschiedene Abteilungen, um alle Aspekte des Berufsbildes kennenzulernen“, so Edelkraut.

Das gilt auch für alle anderen der insgesamt 1400 Auszubildenden am Bildungszentrum für Gesundheitsfachberufe. Sie lernen verschiedene Praxisfelder kennen, um später gut vorbereitet ihre Berufswahl treffen zu können. 

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