Tapeten in Grün holen das Paradies in die eigenen vier Wände. Sie sollten jedoch sparsam eingesetzt werden.

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Eine trostlose Beton-wand lässt sich auf-peppen – und zwar mit einer Tapete. So sieht es zumindest das Deutsche Tapeten-Institut (DTI). „Mit der Tapete können wir einen Garden Eden schaffen“, sagte DTI-Geschäftsführer Karsten Brandt während der jüngsten Internationalen Möbelmesse IMM Cologne. Angelehnt an den Trend des „Urban Gardening“, bei dem kleine städtische Flächen zum Gärtnern genutzt werden, soll die Natur zurück ins Haus kommen.


Die Sehnsucht nach Natur, Authentizität und Lebendigkeit sei eine logische Folge eines von Hektik und Digitalisierung geprägten Lebensstils, heißt es beim DTI. Und so schmücken die aktuellen Tapeten florale Muster, Grün ist die vorherrschende Farbe. Die Tapeten werden dabei immer aufwendiger, wie Brandt erklärt: Geprägt und gestanzt – Haptik sei entscheidend – stehen sie im Kontrast zu glatten Smartphone-Oberflächen. Vorbei sei die Zeit klassischer Tapeten im Stil von Barock und Jugendstil. Ranken, Blätter und Blüten werden modern interpretiert.


Damit aus dem Großstadtdschungel keine grüne Hölle wird, sollte man es aber nicht übertreiben. Es gehe nicht darum, die ganze Wohnung oder das ganze Zimmer zu tapezieren. Statt-dessen gelte es, Akzente zu setzen. Aufwendige Tapeten könnten zum Beispiel an einer einzelnen Wand des Raums auffällig platziert werden. „Mit wenig Aufwand kann man mit einer Tapete eine große Veränderung im Raum schaffen“,  erklärte DTI-Geschäftsführer Brandt. So könne sich jeder seine eigene Welt schaffen und dem Raum eine neue Note geben.   dpa/tmn