Alte Kaminöfen erfüllen oft nicht mehr die gesetzlichen Normen. Daher müssen viele Hausbesitzer bis Ende 2017 tätig werden.

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Oft lohnt es sich nicht, alte Kaminöfen nachzurüsten. Neue Öfen gibt es bereits ab 500 Euro.

Oft lohnt es sich nicht, alte Kaminöfen nachzurüsten. Neue Öfen gibt es bereits ab 500 Euro.

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Oft lohnt es sich nicht, alte Kaminöfen nachzurüsten. Neue Öfen gibt es bereits ab 500 Euro.

Alte Kaminöfen stoßen zu viele Emissionen aus. Daher müssen sie stillgelegt oder nach-gerüstet werden. Viele Hausbesitzer sind bis Jahresende 2017 davon betroffen.


Der Emissionsausstoß moderner Geräte liegt um bis zu 85 Prozent unter dem der alten Öfen, wie Rolf Heinen vom Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik (HKI) erklärt.


Für die sogenannten Einzelraumfeuerstätten, die vor dem Inkrafttreten der Verordnung am 22. März 2010 in Betrieb gingen, liegen die Grenzwerte bei 4 Gramm Kohlenmonoxid und 0,15 Gramm Staub pro Kubikmeter. Diese Werte sind weniger streng als jene für neue Öfen. Alle Anlagen, die nach 2015 errichtet wurden, haben Grenzwerte von 1,25 Gramm Kohlenmonoxid und 0,04 Gramm Staub pro Kubikmeter. Öfen aus der Zeit von März 2010 bis Ende 2014 dürfen auf 2 Gramm  Kohlenmonoxid und 0,075 Gramm Staub pro Kubikmeter kommen.


Bis Ende 2014 mussten bereits Öfen mit Baujahr bis 1974 stillgelegt oder nach-gerüstet werden, erklärt Stephan Langer vom Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. „Die nächste Austauschfrist endet Ende Dezember 2017. Wer einen Kaminofen hat, der bis einschließlich 1984 gebaut wurde, muss bis dahin aktiv werden.“ Ausgenommen sind historische Modelle, die vor 1950 hergestellt wurden, offene Kamine und Kochherde.


Vom Nachrüsten mit einem Spezialfilter raten Experten ab. „Die Grenzwerte beziehen sich auf Staub und Kohlenmonoxid. Die Filter entfernen jedoch nur einen gewissen Staubanteil aus den Rauchgasen. Möglicherweise reicht der Filter daher gar nicht aus, um die Grenzwerte für Kohlenmonoxid einzuhalten“, sagt Tim Froitzheim vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Nachrüstsets kosteten um die 1000 Euro. Neue Öfen gebe es schon ab 500 Euro.


Katja Fischer