Schwere Kämpfe in Mossul
Zivilisten fliehen vor schweren Kämpfen zwischen der irakischen Armee und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Al-Zinjili, west Mossul (Irak).

Zivilisten fliehen vor schweren Kämpfen zwischen der irakischen Armee und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Al-Zinjili, west Mossul (Irak).

Andre DiCenzo

Zivilisten fliehen vor schweren Kämpfen zwischen der irakischen Armee und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Al-Zinjili, west Mossul (Irak).

Nach Angaben der neuen Weltjahresstatistik „Global Trends“ des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) waren Ende 2016 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht - mehr als 300.000 Menschen als im Jahr zuvor und damit der höchste jemals registrierte Stand. Unter den 65,6 Millionen sind 40,3 Millionen Menschen, die innerhalb des Heimatlandes geflohen sind, die größte Gruppe. Es folgen 22,5 Millionen Flüchtlinge und 2,8 Millionen Asylbewerber.

Südsudan ist größter Krisenherd

Laut „Global Trends“ ist der Südsudan derzeit der größte Krisenherd von Flucht und Vertreibung. 1,9 Millionen Südsudanesen mussten bislang vor der Gewalt flüchten. Hinzu kommen fast zwei Millionen Binnenvertriebene, also Flüchtlinge im eigenen Land. Eine Million Südsudanesen sind aktuell von einer Hungersnot bedroht. Die Südsudan-Krise trifft in erster Linie Kinder: Zwei Drittel der Flüchtlinge sind jünger als 18 Jahre. Aufgrund der katastrophalen Finanzierungslage - lediglich ein Fünftel der benötigten Hilfsgelder hat UNHCR bisher erreicht - droht eine dramatische Verschlechterung der humanitären Lage. Die UNO-Flüchtlingshilfe unterstützt deshalb verstärkt die Nothilfe für südsudanesische Flüchtlinge und Vertriebene: In diesem Jahr floss bereits eine Million Euro in die UNHCR-Operationen in dieser Region. 2016 waren es insgesamt 2,8 Millionen Euro.

 

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