Die neue Verteidigungsministerin will die Truppe familienfreundlicher und zu einem attraktiven Arbeitgeber machen.

Holger Hollemann

Berlin. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (Foto, CDU) will die Bundeswehr zum familienfreundlichen Unternehmen umbauen. „Mein Ziel ist es, die Bundeswehr zu einem der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland zu machen.

Wichtigstes Thema ist die Vereinbarkeit von Dienst und Familie“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Arbeits- und Familienzeiten müssten besser aufeinander abgestimmt werden.

Weniger Versetzungen sollen die Stimmung verbessern

Soldaten sollen Teilzeit nutzen können, etwa die Option der Dreitagewoche ohne Karriererückschritte. „Ich denke auch an Lebensarbeitszeitkonten, auf die Überstunden eingezahlt werden und von denen Freizeiten abgehoben werden können, sei es für die Betreuung von Kindern oder alter Eltern.“ Vorrangig plant die Ministerin den Ausbau der Kinderbetreuung in Kasernen.

Die häufigen Versetzungen der Soldaten will von der Leyen auf das Notwendige begrenzen. Karriere bei der Bundeswehr dürfe im Regelfall nicht bedeuten: immer im Dienst und alle paar Jahre ein Umzug. Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus, begrüßte die Pläne. Er hatte 2013 so viele Beschwerden wie noch nie von Soldaten erhalten. Als einen Grund für den Frust in der Truppe hatte er die Versetzungen genannt.

Von der Leyen setzt sich bei einem weiteren Thema von ihrem Vorgänger Thomas de Mazière (CDU) ab: Sie sieht die Anschaffung von Kampfdrohnen kritisch: „Drohnen, die automatisiert über Leben und Tod entscheiden, die wollen wir für unser Land ganz klar nicht.“  Red

 

Sind die Pläne der Ministerin sinnvoll?

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