Umfrage: Viele Bürger wünschen sich den Verteidigungsminister ins Kanzleramt, auch Ursula von der Leyen erhält viele Stimmen.

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34 Prozent der Deutschen wünschen sich einen Kanzler Guttenberg. (dpa)

34 Prozent der Deutschen wünschen sich einen Kanzler Guttenberg. (dpa)

34 Prozent der Deutschen wünschen sich einen Kanzler Guttenberg. (dpa)

Hamburg. Es ist nur ein Gedankenspiel, doch das Ergebnis ist eindeutig: Sollte Kanzerlin Merkel zurücktreten, sähen die Deutschen in Verteidigungsminister Guttenberg (CSU) den am besten geeigneten Nachfolger - mit großem Abstand zum Zweitplatzierten. In einer Umfrage des Forsa-Instituts bezeichneten 34 Prozent der Befragten Guttenberg als den besten Kandidaten für eine mögliche Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) lag mit 19 Prozent auf dem zweiten Platz. Rang drei belegte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU), in ihm sehen 10 Prozent der Bürger einen geeigneten Merkel-Nachfolger.

Wird Gauck Bundespräsident, wackelt Merkels Kanzlerschaft

Anlass der Umfrage war die am kommenden Mittwoch bevorstehende Wahl des neuen Bundespräsidenten. Ein Sieg des parteilosen Kandidaten von Grünen und SPD, Joachim Gauck, könnte nach Ansicht von Beobachtern Merkels Kanzlerschaft gefährden. Zwar hat der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) als Kandidat von Union und FDP in der Bundesversammlung rechnerisch einen Vorsprung von 21 Stimmen. Doch im konservativ-liberalen Lager haben mehrere Politiker Sympathie für Gauck bekundet.

Bereits in der vergangenen Woche hatte es in Berlin Spekulationen gegeben, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) könne die Nachfolge von Angela Merkel (CDU) im Bundeskanzleramt antreten. Guttenberg jedoch hatte wenige Tage in einem Interview abgewunken. "Das ist ja blanker Hohn jetzt. Völliger Unsinn. Wir haben eine Bundeskanzlerin, wir haben eine Regierung."

Doch die schwächelt, wie die aktuelle Forsa-Umfrage zeigt. So fiel die Union im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf ihr Jahrestief von 30 Prozent. Die FDP konnte die unzufriedenen Unionswähler nicht auffangen: Sie sank um einen Punkt auf ihr Jahrestief von fünf Prozent.

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