Tausende neue Stellen sind zu besetzen. Für die Fluggesellschaften ein positives Signal.

Düsseldorf. Der drohende Streik von Flugbegleitern der Lufthansa ist vom Tisch. Nach eigener Mitteilung hat die Fluggesellschaft mit der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (Ufo) eine Einigung erzielt. Demnach wird der bestehende Vergütungstarifvertrag ohne Änderungen neu abgeschlossen. Das bedeutet für die 16 000 Flugbegleiter eine Nullrunde. Die Arbeitsbedingungen werden dagegen verbessert: Änderungen des Dienstplans etwa sollen reduziert werden, um die Planungssicherheit für die Beschäftigten zu erhöhen.

Berufseinsteiger können auf 2100 Euro brutto kommen

Verbesserungen, die wohl nötig sind, denn den Airlines geht der Nachwuchs aus. Per Radiowerbung sucht Air Berlin derzeit mehrere hundert neue Flugbegleiter. Lufthansa will 2000 Kollegen per Online-Bewerbung einstellen.

Die Deutung der Joboffensive fällt unterschiedlich aus. Für Ufo ist die klar: Vom ehemaligen Traumberuf ist der Lack ab. Grund seien neben dem schlechten Image die niedrigen Einstiegsgehälter. Bei Lufthansa verdienen Berufseinsteiger 1533 Euro plus 16,3 Prozent Schichtzulage. Mit Spesen und der Provision aus Bordverkäufen landen Neulinge bei etwa 2100 Euro.

Nach den Krisenjahren haben die Passagierzahlen angezogen

Die Fluglinien sehen in den zu besetzenden Flugbegleiter-Stellen etwas Positives. „Die Passagierzahlen haben nach der Krise wieder angezogen, so dass wir neue Mitarbeiter einstellen können“, sagt Michael Lamberty von Lufthansa. „2009 war bei uns der Bedarf an neuen Flugbegleitern gleich Null.“ Auch Janina Zitz von Air Berlin sieht in der Nachfrage etwas Gutes. „Wir reagieren kurzfristig auf geänderte Flugpläne.“ Der Beruf sei nach wie vor attraktiv.

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