Bei Eiern gibt der Code einen Hinweis auf die Gefährdung, Fleisch gilt noch als unbedenklich.

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Woher das Frühstücksei kommt, können Verbraucher am Erzeugercode erkennen.

Woher das Frühstücksei kommt, können Verbraucher am Erzeugercode erkennen.

Reuters

Woher das Frühstücksei kommt, können Verbraucher am Erzeugercode erkennen.

Berlin. Der Skandal um mit Dioxin verseuchte Eier verunsichert die Verbraucher. Die gefundenen Mengen des Gifts im einzelnen Ei sind laut Bundesinstitut für Risikobewertung zwar nicht akut gesundheitsgefährdend. Doch zu viel Dioxin im Essen macht krank. Und die Furcht davor macht dem Kunden das Einkaufen schwer.

Eier aus herkömmlicher Haltung

Einziger Anhaltspunkt für die Verbraucher, ob sie ein belastetes Ei im Kühlschrank haben, ist bisher der Erzeugercode, der auf jedes Ei gestempelt ist und dessen Herkunftsbetrieb verrät. Insgesamt drei Nummern betroffener Ställe haben Landesagrarministerien bisher veröffentlicht. Es sind die Codes: 2-DE-0355461 aus Niedersachsen sowie 2-DE-0513912 und 3-DE-0514411 aus Nordrhein-Westfalen. Wahrscheinlich ist, dass noch Codes hinzukommen. Sollten bei den laufenden Prüfungen weitere Betriebe mit belasteten Eiern auffallen, werden die Nummern veröffentlicht. Der Verzehr von einem Frühstücksei ist aber aus Expertensicht unproblematisch.

Bio-Eier

Der aktuelle Dioxinskandal hat keine Auswirkungen auf die Biobranche: Mischfette dürfen nach den Biovorschriften nicht verwendet werden. Ob es sich um ein Bio-Produkt handelt, erkennt der Verbraucher an der ersten Ziffer des Erzeugercodes auf dem Ei.

Eiprodukte

Dass von Eiprodukten eine Gefahr ausgeht, schließen Experten derzeit aus. Die Lebensmittelkontrolleure haben sich deshalb Artikel wie Nudeln, Mehlspeisen oder Backwaren noch gar nicht vorgenommen. Wenn etwa Eier in einem Kuchen verarbeitet seien, dann sei die Verdünnung so groß, „dass man sagt, wir können es vernachlässigen“, sagt der Vorsitzende des Bundesverbands der Lebensmittelkontrolleure, Martin Müller.

Fleisch

Unter dem Verdacht, mit Dioxin verseucht zu sein, stehen Geflügel- und Schweinefleisch, weil Mastbetriebe von den verdächtigen Futtermittelherstellern beliefert wurden. Bisher haben die Lebensmittelwächter aber noch kein belastetes Fleisch gefunden. Die belieferten Betriebe sind in Nordrhein-Westfalen vorsorglich geschlossen und geprüft worden, sagt Müller. Eine Gefährdung geht von ihnen derzeit also nicht aus. Wer aber vorbeugen will, sollte mageres Fleisch auf seinen Speiseplan setzen, denn das Gift setzt sich vor allem im Fettgewebe ab.

Fleischprodukte

Was für Eiprodukte gilt, gilt auch für Fleischprodukte wie Konserven oder Fertiggerichte: Darum kümmern sich die Tester derzeit nicht. Ob in seinem Fertiggericht Fleisch aus einem der vorsorglich geschlossenen Höfe verarbeitet ist, ist für den Verbraucher nicht nachzuvollziehen.

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