In zahlreichen Sprachen ist auf dem Zug zu lesen: «Kosovo ist Serbien». Foto: Darko Vojinovic
In zahlreichen Sprachen ist auf dem Zug zu lesen: «Kosovo ist Serbien». Foto: Darko Vojinovic

In zahlreichen Sprachen ist auf dem Zug zu lesen: «Kosovo ist Serbien». Foto: Darko Vojinovic

dpa

In zahlreichen Sprachen ist auf dem Zug zu lesen: «Kosovo ist Serbien». Foto: Darko Vojinovic

Belgrad (dpa) - Ein Personenzug, den Serbien am Samstag erstmals seit fast 20 Jahren auf die Reise von Belgrad ins Kosovo geschickt hat, sorgt für neuen Konfliktstoff zwischen beiden Ländern.

Albanische Polizisten mit Gewehren und gepanzerten Fahrzeugen hätten die Weiterfahrt des Zuges über die Grenze verhindert, kritisierte der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic am Samstag vor der Presse in Belgrad. Es hätten sich «fast unglaubliche Dinge ereignet». Die Albaner hätten versucht, die Gleise mit Sprengstoff zu versehen. Zuvor hatte Kosovo-Präsident Hashim Thaci die Behörden aufgefordert, den serbischen Zug zu stoppen.

Serbien hatte den Zug nach fast zwei Jahrzehnten auf die Reise in den Norden Kosovos geschickt, wo die serbische Minderheit die lokale Mehrheit stellt. Allerdings hatte der von Russland gekaufte Zug viele umstrittenen Symbole an Bord. So war er mit Fotos von Fresken aus serbischen Klöstern im Kosovo geschmückt. In zahlreichen Sprachen - auch in Albanisch - war auf dem Zug zu lesen «Kosovo ist Serbien». Das fast nur noch von Albanern bewohnte Kosovo war 2008 von Serbien abgefallen. Belgrad will seine frühere Provinz wieder zurückhaben.

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