Zuschauer müssen mit Beginn des neuen Jahres monatlich bis zu 17,98 Euro für das öffentliche System zahlen.

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So begann der Weg in die Mediengesellschaft: Für den Fernseh- und Rundfunkempfang mussten die Deutschen 1953 sieben Mark bezahlen – das entspricht nach heutiger Kaufkraft 15,24 Euro.

So begann der Weg in die Mediengesellschaft: Für den Fernseh- und Rundfunkempfang mussten die Deutschen 1953 sieben Mark bezahlen – das entspricht nach heutiger Kaufkraft 15,24 Euro.

TV Yesterday

So begann der Weg in die Mediengesellschaft: Für den Fernseh- und Rundfunkempfang mussten die Deutschen 1953 sieben Mark bezahlen – das entspricht nach heutiger Kaufkraft 15,24 Euro.

Düsseldorf. Während private Sender und Verlage durch die Wirtschaftskrise schwer getroffen werden, stehen die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in diesem Jahr vor Rekord-Einnahmen: Zum 1. Januar 2009 hat sich die Monatsgebühr für Radio und Fernsehen um 95 Cent auf 17,98 Euro erhöht.

Damit überweisen die Gebührenzahler den Sendern in diesem Jahr 400 Millionen Euro mehr als die bislang üblichen 7,3 Milliarden Euro. Die Regelung gilt bis 2012. Für die Zeit danach haben die zuständigen Ministerpräsidenten der Länder ein Gebührensystem in Aussicht gestellt, das sich nicht mehr an den Empfangsgeräten orientieren wird.

Mit der Erhöhung sind die Landesregierungen diesmal dem Vorschlag der Gebührenkommission KEF gefolgt. Vor vier Jahren hatten sie die Empfehlungen der KEF noch deutlich reduziert mit dem Argument, die Erhöhung sei für die Bundesbürger wegen der wirtschaftlich angespannten Situation sozial nicht zumutbar.

ARD lehnt eine Abkehr von Werbung und Sponsoring ab

Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) kritisierte die Erhöhung. "Steigende Subventionen für ARD und ZDF bei gleichzeitigen Einnahme-Rückgängen der privaten Medien verstärken die Wettbewerbsverzerrung", sagte Christoph Fiedler, Medienexperte des VDZ.

ARD-Chef Peter Boudgoust hingegen verteidigte den Schritt. Die Anstalten müssten sich zur Decke strecken. "Die Inflation wird damit nicht einmal ausgeglichen, und unsere Budgets werden knapper", sagte Boudgoust.

Der 11. Staatsvertrag trat am 1. Januar 2009 in Kraft und legt eine Erhöhung der monatlichen Rundfunkgebühr um 24 Cent für ein Radio und um 95 Cent für ein Radio und ein TV-Gerät fest.

Seit dem 1. Januar 2009 sind jeden Monat folgende Rundfunkgebühren zu entrichten: Radio 5,76 Euro, Fernsehgerät 17,98 Euro, Radio und Fernsehgerät 17,98 Euro.

Ein internetfähiger Computer kostet wie das Radio 5,76 Euro im Monat, wenn kein Radio und TV vorhanden sind.

Wer seine Rundfunkgebühren per Dauerauftrag zahlt, muss bei seinem Geldinstitut den Auftrag auf die geänderte Gebührenhöhe in jedem Fall umstellen.

Für alle Rundfunkteilnehmer, die als Einzelüberweiser oder per Lastschrift zahlen, ändert sich 2009 nichts.

Der ARD-Vorsitzende erteilte zudem Forderungen eine Absage, Werbung und Sponsoring aus den Angeboten der Öffentlich-Rechtlichen zu verbannen. "Wenn das geschieht, müssen zum Ausgleich die Gebühren um monatlich 1,50 Euro angehoben werden", warnte er.

 

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