Es ist traurig, dass Regierung und Opposition das Thema Afghanistan nicht aus ihrem Dauer-Gezänk heraushalten. Es ist geradezu fahrlässig, denn die Soldaten gehen mit dem Gefühl in den Einsatz, mit dem einen Bein im Grab, mit dem anderen im Gefängnis zu stehen. Dabei sollte ihre Sicherheit an erster Stelle stehen. Militärisch ist diese Mission nicht zu gewinnen. Doch sich - wie die SPD - auf ein Abzugsdatum festzulegen, spielt nur den Taliban in die Hände. Es lässt sich auch nicht losgelöst von einer Truppenaufstockung über mehr zivile Hilfe diskutieren. Beides gehört zusammen, wenn man eine realistische Abzugsperspektive schaffen will.

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