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Von Ingo Faust.

Von Ingo Faust.

Von Ingo Faust.

Jetzt stehen die Deutschen in Europa für etwas am Pranger, worauf sie bisher mit Recht stolz waren: ihr "Made in Germany". Besonders die Franzosen beklagen die Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft, und die kleineren EU-Länder stimmen mit Begeisterung ein. Das ist ungerecht. Man kann nicht über jemanden herziehen, der seine Hausaufgaben gemacht hat und deshalb bisher besser als andere durch die Krise gekommen ist.

Auch die deutsche Wirtschaft, die sich rascher als andere auf die Globalisierung eingestellt hat, ist nicht darauf angelegt, anderen EU-Partnern zu schaden. Die Deutschen haben für ihre Bemühungen, im Weltmaßstab mitzuspielen, viel Lehrgeld gezahlt und ganze Branchen Schwellenländern wie Indien und China überlassen müssen. Unlängst haben die Chinesen, den Deutschen sogar ihren Exportweltmeister-Titel genommen.

Auch der Vorwurf, Niedriglohnpolitik auf Kosten der Nachbarn zu betreiben, zieht nicht. In der Bundesrepublik sind einsichtigere Gewerkschaften am Werk, die sichere Arbeitsplätze höheren Löhnen vorziehen. Und nicht zuletzt: Deutschland ist der größte Beitragszahler in der EU.

ingo.faust@wz-plus.de

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