Die Ankündigung der Bundesregierung, für die Wahlzeit in Afghanistan 600 Soldaten bereitzustellen, ist ein freundlicher Gruß an US-Präsident Obama - mehr nicht. Eine Erhöhung der vom Bundestag genehmigten Mandatsobergrenze kommt in diesem Jahr weder für die Kanzlerin noch für ihren Außenminister in Frage. Auf Dauer allerdings wird sich Deutschland dem Druck kaum entziehen können. Berlin sollte darum jetzt darauf drängen, dass die Nato endlich ein vernünftiges Konzept entwickelt und ihre Ziele definiert: Will sie Afghanistan nur befrieden, oder soll das Land dauerhaft demokratisiert werden?

alexander.marinos@wz-plus.de

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