Steuern senken, Schulden tilgen und gleichzeitig noch in Innovationen investieren: Das klingt nach einem klasse Regierungsprogramm. Wenn Angela Merkel uns und ihren Ost-Ministerpräsidenten jetzt noch verraten würde, wo sie den Goldesel versteckt hält, der all diese phantastischen Dinge möglich machen soll, stünde einem Sieg der Union bei der Bundestagswahl nichts im Wege.

Zur Erinnerung: Der Bund muss bis 2013 mindestens 400 Milliarden Euro neue Kredite aufnehmen. Wer dann noch Steuern auf breiter Front senken und Investitionen erhöhen will, betreibt entweder eine unseriöse Politik - oder macht den Wählern bewusst etwas vor.

Dass Merkel ihre bisherige Linie verlässt, lässt sich mit zwei Mal drei Buchstaben erklären: CSU und FDP. Beide drängen auf Steuersenkungen. Die Liberalen machen sie sogar zur Voraussetzung für eine Koalition. Würde sich die CDU dagegen stemmen, riskierte sie die Spaltung des bürgerlichen Lagers. So allerdings riskiert sie ihre Glaubwürdigkeit.

alexander.marinos@wz-plus.de

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