Von Wladimir Putin weiß man seit langem, dass er sich Fragen von Journalisten am liebsten verbittet - sie könnten ja kritisch ausfallen. Diesem Kreml-Stil hat sich auch NRW-Landtagspräsidentin Regina van Dinther verschrieben.

Nach ihrem seltsamen Auftritt vom Mittwoch bleiben immer noch jede Menge offene Fragen. Zunächst: Warum hat sie drei Tage geschwiegen? Warum hat sie nicht gleich gesagt, dass sie von der RAG 30.000 und nicht 15.000 Euro, wie es unwidersprochen einen Tag lang hieß, kassiert hat? Und vor allem: Hat sie nun den Mindestparteibeitrag von 60 Euro im Jahr gezahlt oder nicht?

Ihre Äußerungen vom Mittwoch verschaffen da keine Klarheit: Die ohnehin fälligen Abgaben als Abgeordnete an die Landespartei werden genannt, die notwendigen Zahlungen an die Partei vor Ort nicht.

Belege ist van Dinther schuldig geblieben. Für eine Landtagspräsidentin, die Vorbild auch in Sachen Glaubwürdigkeit sein muss, eindeutig zu wenig. Ihre Zeit läuft ab.

frank.uferkamp@wz-plus.de

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer