NRW will die Vermehrung der Streuner stoppen.

Raumluft für Katzen verbessern

dpa

Düsseldorf. Eine Kastrationspflicht als letztes Mittel gegen die ungebremste Vermehrung streunender Katzen wird jetzt auch in NRW erwogen. Die Situation in den Tierheimen sei dramatisch, heißt es in einer Antwort des Naturschutzministeriums auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion. Manche seien schon gezwungen, einen Aufnahmestopp für Katzen zu verhängen.

Ministerium: Kastrationspflicht ins Tierschutzgesetz aufnehmen

Auch Tierschutzverbände fordern mit Blick auf die schlechten Lebensumstände der Streuner eine Kastrationspflicht. Allerdings sei die rechtliche Basis diffus und das Problem im Grunde nur durch ein einheitliches landes- oder bundesweites Vorgehen zu lösen. „Eine Möglichkeit könnte die Aufnahme einer Kastrationspflicht von Katzen in das Tierschutzgesetz sein“, schlug das Ministerium vor. Als ersten Schritt will das Land Tierschutzverbände finanziell bei ihren Bemühungen für eine höhere Kastrationsquote unterstützen.

In Deutschland gibt es insgesamt mehr als zehn Millionen Katzen

Ein Vorbild könnte Belgien sein. Dort sollen bis 2016 sämtliche Kater und Katzen kastriert beziehungsweise sterilisiert werden. Zunächst die Tiere, die sich in Tierheimen befinden, zuletzt auch Katzen in Privathaushalten. Mit einer Kastration der Mini-Tiger soll auch die Verbreitung von Krankheiten unter Katzen eingedämmt und die Belästigung von Menschen, etwa durch Streuner auf Spielplätzen, verringert werden. Bundesweit leben nach Schätzungen rund zwei Millionen wildernde Katzen auf den Straßen und 8,2 Millionen in privaten Haushalten. Red