Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union (JU) geht Diego Faßnacht aus Bergisch Gladbach die Kanzlerin hart an. Bei seinen Parteikollegen stößt er auf wenig Unterstützung - mit Ausnahme eines Bundeslandes.

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Angela Merkel spricht beim Deutschlandtag der Jungen Union. Foto: Monika Skolimowska

Angela Merkel spricht beim Deutschlandtag der Jungen Union. Foto: Monika Skolimowska

dpa

Angela Merkel spricht beim Deutschlandtag der Jungen Union. Foto: Monika Skolimowska

Dresden/Bergisch Gladbach. Die Rücktrittsforderung eines JU-Mitglieds aus NRW an Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel ist beim Bundestreffen der Jungen Union mit lauten Buhruhen quittiert worden. Lediglich die bayerischen Delegierten applaudierten. Zuvor hatte Diego Faßnacht Merkel am Samstag bei der Aussprache zu ihrer Rede auf dem «Deutschlandtag» der JU in Dresden gefragt, ob sie bereit sei, «den Weg frei zu machen für einen inhaltlichen und personellen Neuanfang».

Die Kanzlerin sei für einen «vollkommenen Kontrollverlust» der Behörden in der Flüchtlingskrise verantwortlich, kritisierte Faßnacht, der aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis stammt, dem ehemaligen Wahlkreis des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach. Er habe den Eindruck, dass Merkel entweder nicht bereit oder nicht mehr in der Lage sei, eine Trendwende für die Union zu erreichen. Merkel ging auf die Rücktrittsforderung nicht direkt ein, sondern entgegnete, sie fühle sich durch das Wahlergebnis «demokratisch legitimiert», eine Regierung zu bilden. Im Vorfeld hatte Faßnacht bereits in einem opulenten Facebook-Posting den "inhaltlichen und personellen Neuanfang" in der Union gefordert.

 

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