Demonstration in Bonn
Rechtsextrem und populistisch: Anhänger von «Pro NRW» protestieren in Bonn gegen den Bau von Moscheen. Foto: Marius Becker/Archiv

Rechtsextrem und populistisch: Anhänger von «Pro NRW» protestieren in Bonn gegen den Bau von Moscheen. Foto: Marius Becker/Archiv

dpa

Rechtsextrem und populistisch: Anhänger von «Pro NRW» protestieren in Bonn gegen den Bau von Moscheen. Foto: Marius Becker/Archiv

Düsseldorf. Die rechtsextremistische Partei Pro NRW verzichtet zugunsten der AfD auf Kandidaturen für die nordrhein-westfälische Landtagswahl am 14. Mai. Auf seiner Homepage teilte der vom Verfassungsschutz beobachtete Landesverband am Montag mit: „Angesichts des nahezu sicheren Landtagseinzugs der AfD wäre eine Konkurrenzkandidatur derzeit kontraproduktiv und würde letztendlich nur den verbrauchten Altparteien nutzen.“ Pro NRW wolle sich stattdessen auf die Kommunalwahl 2020 konzentrieren. Die „Bild“ hatte zuerst berichtet.

Der renommierte Düsseldorfer Rechtsextremismusforscher Alexander Häusler sieht keinen Anlass, von „Verzicht“ zu sprechen. Tatsächlich sei Pro NRW mit dem Erstarken der AfD die Wählerbasis weggebrochen, stellte Häusler in Düsseldorf fest. „Ich sehe das eher als eine Art Verzweiflungsaufruf, um noch irgendwo eine politische Überlebenschance zu haben. Sollte sich die AfD nicht zerstreiten, sondern sich längerfristig in der Parteienlandschaft verankern, wäre es das Ende von solchen Parteien wie Pro NRW.“ Ihre politische Agenda sei nahezu vollständig kopiert worden.

Nach Erkenntnissen des Landesverfassungsschutzes hat Pro NRW etwa 800 Anhänger. Bei der Landtagswahl 2012 spielte die Partei keine Rolle. dpa

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