Man kann darüber spekulieren, was in General McChrystal gefahren ist: Wer so über Mitglieder der US-Regierung vom Leder zieht, hält offensichtlich nicht viel von der Sekundärtugend der Loyalität.

Aber wenn es nur darum ginge, wäre diese Affäre für US-Präsident Obama schnell abgehakt. Tatsächlich ist der Schaden für ihn viel größer, denn die Affäre untergräbt das angeschlagene Vertrauen im Afghanistan-Feldzug weiter.

Wenn ein General so viel Zorn gegenüber seinen Dienstherren aufbaut, ist dies ein Indiz dafür, dass es für die Amerikaner am Hindukusch nicht gut läuft. Und das "weiter so" nach dem Personalwechsel lässt darauf schließen, dass sich an dieser verfahrenen Situation auch so schnell nichts ändern wird.

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