Viele Städte der Region verschärfen die Auflagen gegen Autos mit hohem Schadstoffausstoß.

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Beispiel Wuppertal: Derzeit dürfen noch Autos mit gelber Plakette einfahren. 2014 werden die Regeln verschärft.

Beispiel Wuppertal: Derzeit dürfen noch Autos mit gelber Plakette einfahren. 2014 werden die Regeln verschärft.

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Beispiel Wuppertal: Derzeit dürfen noch Autos mit gelber Plakette einfahren. 2014 werden die Regeln verschärft.

Düsseldorf. Viele Städte in der Region haben die „alten Stinker“ unter den Fahrzeugen bereits aus ihren Innenstädten verbannt. Das trifft vor allem Anwohner in den Gebieten, aber auch Berufspendler und Besucher, die beispielsweise zum Einkaufen in Großstädte wie Köln und Düsseldorf wollen. Da in den meisten Städten nur der stehende Verkehr durch das Ordnungsamt geprüft wird, spielen manche Autofahrer auf Risiko und fahren trotzdem in die Zonen hinein, wie die Deutsche Umwelthilfe kritisiert. Ein Überblick über die Region.

Wuppertal

An der Wupper herrscht seit März 2011 Stufe 2. Dadurch sind rund 3400 Fahrzeuge mit roten Plaketten ausgegrenzt worden. Wenn im Juli 2014 die nächste Verschärfung kommt, dürften mehr als 9000 der aktuell 190 000 in Wuppertal zugelassenen Fahrzeuge verbannt werden.

Krefeld

Als erste Stadt in NRW hat Krefeld im Juli 2012 die höchste Stufe eingeführt. Damit dürfen mehr als 11 000 der rund 115 000 in Krefeld gemeldeten Fahrzeuge nicht mehr in die innerstädtische Zone. Gezielt werden nur Lastwagen, die gegen das Durchfahrverbot verstoßen, kontrolliert. Polizei und Ordnungsamt prüfen daneben nur bei sonstigen Kontrollen auch den Abgasaufkleber.

Düsseldorf

Die Landeshauptstadt hat Stufe 2 zwar bereits im März 2011 eingeführt, die Umweltzone selbst aber im vergangenen Februar nochmals drastisch ausgedehnt. Dadurch waren rund 13 000 Fahrzeuge mit einer roten Plakette betroffen. Allerdings gibt es auch mehrere tausend Ausnahmen – vor allem für Handwerker. Bei der Anhebung auf Stufe 3 im Sommer 2014 dürfte es dann rund 20 000 weitere Fahrzeuge mit gelben Aufklebern treffen.

Remscheid

Lange hatte sich die Stadt Remscheid gegen die Umweltzone gewehrt, weil sie sich keinen entscheidenden Nutzen davon versprach. Doch die Bezirksregierung bestand auf der Einführung zu Neujahr 2013. „Mehrere hundert“ Fahrzeuge sind laut Stadt davon betroffen. Kontrolliert wird der stehende Verkehr durch das Ordnungsamt.

Neuss

Wer die Schilder der Umweltzonen missachtet und mit einer nicht zugelassenen Plakette beziehungsweise ganz ohne Plakette hineinfährt, muss mit einem Bußgeld von derzeit 40 Euro rechnen. Hinzu kommt ein Punkt in der Flensburger Kartei.

Die Stadt Neuss hat Fahrzeuge mit roter oder ohne Plakette seit März 2011 aus der Zone verbannt. Genaue Betroffenenzahlen allein für Neuss gibt es nicht, wohl aber für den Rhein-Kreis. Hier sind rund 240 000 Fahrzeuge zugelassen. Von den normalen Fahrzeugen haben 12 000 gar keine und 7500 eine rote Plakette. Unter den Nutzfahrzeugen haben 2200 gar keine und 1300 eine rote Plakette. Rund 40 Prozent der Kreis-Einwohner leben in der Stadt Neuss. Entsprechend groß dürfte der Anteil sein. Kontrolliert werde nur der stehende Verkehr, da man das Feinstaubproblem gut in Griff habe, so die Stadtverwaltung.

Mönchengladbach

In Mönchengladbach waren 7000 von 129 000 gemeldeten Fahrzeugen von der Einführung der Umweltzone mit Stufe 2 zu Jahresbeginn betroffen. Zu Neujahr 2014 dürften mehr als 6000 weitere dazukommen. Kontrolliert wird der ruhende Verkehr sowie durchfahrende Lastwagen.

Langenfeld

Die Stadt Langenfeld ist zu Neujahr direkt auf Stufe 2 gesprungen. Wie viele Autos dadurch betroffen sind, kann die Stadt nicht genau beziffern. Über die üblichen Kontrollen hinaus hat die Polizei vor allem das Industriegebiet an der Schneiderstraße im Visier, um dort die Abbiegerregelung für Lkw zu überwachen. Und dabei wird auch ein Blick auf die Plaketten geworfen. Die nächste Stufe folgt im Juli 2014.

Mettmann

Die Kreisstadt führt am 1. Juli eine Umweltzone ein. Dann direkt mit Stufe 2.

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