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Arne Dedert

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Düsseldorf. Islamisten haben in den vergangenen zwölf Monaten in Nordrhein-Westfalen mehr als 100 Mal versucht, Flüchtlinge anzuwerben. Das hat das NRW-Innenministerium am Donnerstag in Düsseldorf auf Anfrage des CDU-Abgeordneten Gregor Golland mitgeteilt. Die Welle der Anwerbe-Versuche sei aber abgeebbt. Von Ende August bis Jahresende 2015 seien rund 100 Versuche registriert worden. In diesem Jahr seien bis Ende August nur noch zehn Versuche bekanntgeworden. Die Dunkelziffer sei nicht bekannt. Regionale Schwerpunkte gebe es nicht.

Die Salafisten näherten sich den Flüchtlingen auf verschiedenen Wegen: zum einen unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe als Spender; zum anderen hätten sie versucht, als Dolmetscher in die Nähe der Flüchtlinge zu kommen. Frauen seien gezielt von vollverschleierten Frauen in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften angesprochen worden.

Mit Aufklärungsarbeit habe der Verfassungsschutz dagegen gehalten und rund 1500 Multiplikatoren in der Flüchtlingsarbeit auf die Gefahr hingewiesen. Dies habe offenbar zum starken Rückgang der islamistischen Bestrebungen beigetragen.

„Ob die These des Landesregierung richtig ist, dass die Anzahl Versuche rückläufig ist, muss weiterhin hinterfragt werden“, sagte CDU-Politiker Golland. „Die Bundesregierung geht nach jüngsten Berichten vom Gegenteil aus.“ dpa

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