NRW-Expertenrunde lehnt eine Verschiebung ab. Minister mahnt Schüler, Lehrer und Eltern zu mehr Hygiene.

wza_400x283_539944.jpg
Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verkündete am Dienstag, dass der Schulbeginn trotz Schweinegrippe nicht verschoben werde.

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verkündete am Dienstag, dass der Schulbeginn trotz Schweinegrippe nicht verschoben werde.

dpa

Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verkündete am Dienstag, dass der Schulbeginn trotz Schweinegrippe nicht verschoben werde.

Düsseldorf. Für mehr als 2,8 Millionen Schülerinnen und Schüler sowie 192 000 Lehrer in NRW steht seit Dienstagmittag fest: Die Schule startet pünktlich am Montag - trotz der Schweinegrippe. Eine Expertengruppe und Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) lehnten eine Verschiebung ab, die von einigen Experten ins Spiel gebracht worden war. Auch die Kindergärten sollen wie geplant ihren Betrieb aufnehmen.

"Wir waren einmütig der Meinung: Die Schule beginnt zum festgelegten Zeitpunkt", sagte Laumann. Eine Verschiebung wäre unverhältnismäßig gewesen, so der Minister. Ein Beginn auch nur eine Woche später wäre ein massiver Eingriff in den Schulablauf und auch in die Infrastruktur des Landes.

Für die Fachleute ausschlaggebend waren die Erfahrungen in den Bundesländern, in denen schon seit der vergangenen Woche der Unterricht läuft. Dort gab es keinerlei Explosion der Infektionszahlen. In NRW sind die Zahlen rückläufig: Trotz der Heimkehrer aus Risikoländern wie etwa Spanien oder Italien stieg die Zahl der Neufälle übers Wochenende nur um 144 und damit langsamer als noch wenige Tage zuvor.

Einige Mediziner hatten eine Verschiebung des Schulstarts um sieben Tage ins Spiel gebracht, um die Gefahr einer Ansteckungskette unmittelbar nach dem Urlaub eindämmen zu können. Doch das ist offenkundig nicht nötig: "50 Prozent der Infizierten sind zwischen 18 und 22 Jahre alt. Das ist eine andere Zielgruppe", so Laumann. Gingen die Kinder nicht zur Schule, sei das keine Garantie dafür, sich woanders - etwa im Freibad - nicht anzustecken. Er forderte Schüler, Lehrer und Eltern dazu auf, Hygieneregeln wie etwa Händewaschen zu beachten.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer