Antragsflut führt zu Wartezeiten über mehrere Monate.

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Mit der Zahl der Studenten stieg auch die Zahl der Bafög-Anträge.

Mit der Zahl der Studenten stieg auch die Zahl der Bafög-Anträge.

dpa

Mit der Zahl der Studenten stieg auch die Zahl der Bafög-Anträge.

Düsseldorf. Studentenwerke und die Vertreter von Studierenden in NRW schlagen Alarm: Viele Studenten warten seit Monaten auf die Bewilligung ihrer Ausbildungsförderung, kurz Bafög. Etliche Studentenwerke können den gewachsenen Berg von Anträgen wegen Personalmangels offenbar kaum bewältigen. Grund sei die mangelnde finanzielle Unterstützung durch die Landesregierung, klagen die Werke.

Studentenwerke: Ohne mehr Personal ist Problem nicht zu lösen

Ein erstes Gespräch mit Vertretern des NRW-Wissenschaftsministeriums über den „Bafög-Antragsstau“ am Montag sei „sehr positiv verlaufen“, sagte Helga Fels von der Arbeitsgemeinschaft der Studentenwerke NRW. Weitere Gespräche zur Lösung des Problems seien geplant. Ohne zusätzliches Personal sei das Problem aber nicht zu bewältigen.

Zum doppelten Abiturjahrgang 2013 wird größte Antragswelle erwartet

Als einer der ersten hatte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Technischen Uni Dortmund auf das Problem hingewiesen. Rund 900 Studenten der TU, die mehr als drei Monate auf die Antragsbewilligung warteten, hätten sich gemeldet, berichtet AStA-Referent Johannes Blömeke. Es gebe sogar Fälle mit neun Monaten Wartezeit.

2011 war die Zahl der Bafög-Anträge in NRW um 8,4 Prozent auf knapp 115 000 gestiegen. Zum doppelten Abiturjahrgang 2013 wird eine noch größere Antragswelle erwartet. Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) versprach, gegen den Antragsstau vorzugehen, verwies aber auf Etatkürzungen unter Schwarz-Gelb. CDU und FDP warfen ihr Versagen vor.

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