Mit der Kampagne "Stark statt breit" will die nordrhein-westfälische Landesregierung gegen die Verharmlosung der Droge Cannabis angehen.

Düsseldorf. Mit der Kampagne "Stark statt breit" will die nordrhein-westfälische Landesregierung gegen die Verharmlosung der Droge Cannabis angehen.

Viele wüssten nicht, dass der Wirkstoff- Gehalt von Cannabis heute höher sei als etwa in den 70er Jahren, warnte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag beim Start der Kampagne in Düsseldorf. Tatsächlich habe auch diese Droge ein beträchtliches Sucht-Potenzial.

Cannabis sei die am häufigsten konsumierte illegale Droge, etwa 120 000 Menschen in NRW seien davon abhängig. Mit der Kampagne sollen Jugendliche bestärkt werden, Cannabis gar nicht erst auszuprobieren. "Damit werden sie nicht zu Außenseitern", teilte Laumann mit. "Denn fast 90 Prozent der 14- bis 16-Jährigen haben noch nie Cannabis konsumiert."

Mit ihrem breiten Ansatz sei die Kampagne bundesweit einzigartig, sagte Laumann. Sie beziehe Jugendlichen aller Altersgruppen ebenso ein wie Eltern und Beratungsfachkräfte. Ohne erhobenen Zeigefinger biete sie Jugendlichen Informationen über die Wirkungsweise und das Sucht-Potenzial von Cannabis.

Eltern erhalten Tipps, wie sie auf einen Cannabis-Konsum ihrer Kinder angemessen reagieren können sowie Adressen von Beratungsstellen. Neben einer Internetseite und einem Elternratgeber sind vielfältige Aktionen in der Jugendszene geplant.

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