Der VRR will auf den Linien 8 und 5 Behindertentoiletten einrichten. Doch Rollstuhlfahrer kämen nicht in die Züge.

Eine Rollstuhlfahrerin wird in der Berliner U-Bahn über eine Rampe gerollt. Anders ist der Einstieg kaum zu bewältigen.
Eine Rollstuhlfahrerin wird in der Berliner U-Bahn über eine Rampe gerollt. Anders ist der Einstieg kaum zu bewältigen.

Eine Rollstuhlfahrerin wird in der Berliner U-Bahn über eine Rampe gerollt. Anders ist der Einstieg kaum zu bewältigen.

dpa

Eine Rollstuhlfahrerin wird in der Berliner U-Bahn über eine Rampe gerollt. Anders ist der Einstieg kaum zu bewältigen.

Düsseldorf. Irgendwie erinnert die Sache an das Dorf Schilda: Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2014 sollen auf den S-Bahn-Linien 8 (Mönchengladbach-Wuppertal-Hagen) und 5 (Dortmund-Hagen) insgesamt 28 neue Züge fahren, die unter anderem mit behindertengerechten Toiletten ausgestattet sein sollen. Doch dabei gibt es ein Problem: Rollstuhlfahrer werden gar nicht oder nur mit großer Mühe an Bord der neuen Züge kommen – weil der Zugang nicht ebenerdig zu den meisten Bahnsteigkanten ist, sondern knapp 20 Zentimeter tiefer liegt. Ein Höhenunterschied, den Rollstuhlfahrer aus eigener Kraft kaum bewältigen können. Auf der S 8 wären sämtliche Haltepunkte von Neuss über Düsseldorf bis einschließlich Haan-Gruiten betroffen.

Beim VRR sieht man das Problem, kann es aber nicht lösen. „Es gibt auf dem Markt keine Fahrzeuge, die Behindertentoiletten haben und gleichzeitig die gewünschte Einstiegshöhe“, sagt VRR-Sprecherin Sabine Tkatzik.

Die Züge sind noch gar nicht in Auftrag gegeben

Dabei sind die Züge noch nicht einmal in Auftrag gegeben, sondern existieren derzeit nur in der Beschreibung einer europaweiten Ausschreibung des VRR für die beiden S-Bahn-Linien. Weil das Bieterverfahren jedoch bereits seit Mai 2011 läuft und für den 5. Februar eine Entscheidung angekündigt ist, kann die Beschreibung für Züge, die einen zweistelligen Millionenbetrag kosten, nicht mehr geändert werden.

Sprecherin Tkatzik: „Wir arbeiten daran, dass wir bis 2014 eine Lösung finden. Entweder über Rampen oder über besondere Trittstufen in den Fahrzeugen.“

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